TERROR-ANGST

Genug Polizei beim Weihnachtsmarkt in Neubrandenburg?

Mit Blick auf die Angst vor Terroranschlägen hat die Polizei viel Präsenz während des Weihnachtsmarktes in Neubrandenburg angekündigt. Nordkurier-Leser monieren jedoch, dass nicht genug Streifen unterwegs seien.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Auf dem Weberglockenmarkt war am Dienstagmittag nicht viel los, aber tagsüber auch kaum Polizei zu sehen. 
Auf dem Weberglockenmarkt war am Dienstagmittag nicht viel los, aber tagsüber auch kaum Polizei zu sehen. Martina Schwenk
Neubrandenburg.

Angesichts der sich jeden Abend dicht an dicht über den Weberglockenmarkt in der Neubrandenburger City schiebenden Menschen gibt es Kritik an vorgeblich mangelnder Präsenz der Polizei auf der Veranstaltung. In die Feierabend-Entspannung mischt sich nämlich für so manchen – nicht zuletzt wegen des Anschlags auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz vor zwei Jahren – ein mulmiges Gefühl, das noch stärker wird beim Anblick der dicken Betonbarrieren, die an den Einfahrten stehen.

Die Neubrandenburger Polizei verweist auf Anfrage auf das Sicherheitskonzept, das vorab zusammen mit dem Veranstalter und der Stadt Neubrandenburg erarbeitet wurde. „Im Ergebnis dessen wurde entschieden, dass es in diesem Jahr eine ständige Bestreifung auf dem Weberglockenmarkt durch die Polizei gibt“, teilte eine Polizeisprecherin am Dienstag dem Nordkurier mit. Die Ordnungshüter seien jeden Tag während der Öffnungszeiten des Marktes präsent und für die Belange der Bürger ansprechbar. Dabei bekommen sie sogar Verstärkung. Denn das Polizeihauptrevier Neubrandenburg wird zusätzlich von Kräften der Bereitschaftspolizei M-V unterstützt, wie es hieß.

Rad-Rüpel und Taschendiebe

Eine Beschwerde eines Lesers über rücksichtslose Radfahrer auf dem Weberglockenmarkt will die Polizei nach den Worten der Sprecherin indes aufnehmen und bei den Streifen verstärkt auf Verstöße achten. Ein Leser hatte beklagt, dass er in den engen Gassen zwischen den Buden und Fahrgeschäften auf dem Weberglockenmarkt von einem Radfahrer beinahe angefahren worden sei und dann auch noch böse Widerworte bekommmen habe, als er diesen auf sein Fehlverhalten ansprach. Die Polizei rät in diesem Jahr auch wieder, sich zur Weihnachtszeit besonders vor Taschendieben in der Innenstadt in Acht zu nehmen.

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Kommentare (4)

Jetzt kommen mehr Polizisten auf den tollen "Weihnachtsmarkt" und fehlen an anderen wichtigen Orten.
Dann fällt den Nordkurierlesern wieder ein, dass ja viel zu wenig die Geschwindigkeiten kontrolliert werden.
Mir erschließt sich nicht was mehr Polizisten auf dem Weihnachtsmarkt bringen sollen? Vielleicht mehr Umsatz für die Fressbuden wenn bei den anderen Besuchern das Hartz alle ist....

„Es recht zu machen jedermann ist eine Kunst die niemand kann“ sagt bereits ein klassisches Sprichwort. Ich finde dass die Polizei auf dem Weberglockenmarkt sehr ausgewogen agiert. Es laufen zu mindestens keine schwerbewaffneten SEK Kämpfer über den Markt und nicht hinter jeder Ecke stehe ein mobiles Spezialeinsatzkommando. Was die bekloppten Radfahrer angeht die den Weberglockenmarkt befahren , einen Tipp zwischen Mittag und 16 Uhr ist es besonders schlimm, wenn die Pennäler aber halbgewalkte aber auch sportlich ambitionierte Herren zum Feierabend dort lang peesen , aber auch das Ordnungsamt könnte da noch den einen anderen Euro ins Stadtsäckel bringen?

OK. Dann kann das Ordnungsamt bitte gleich Mal bei den Autofahrern anfangen. Hier lohnt sich das am Sonntag waren gute 500 Euro in einer Straße zu holen.

ALso ich weiß nicht, worüber sich die Leute beschweren? Wann macht der Weberglockenmarkt auf? Um 10e? Da ist dann noch kein Mensch ausser die Betreiber der "Geschäfte" - warum soll die Polizei dann da mit hunderten Leuten (überspitzt und Absicht) Streife laufen? Nachmittags und abends wenn dann mehr los ist, sind ausreichende Polizist_Innen vor Ort (wer mal abseits seines Glühweins oder seiner Bratwurst schaut, wird dies auch merken). Wie auch schon die "Vorredner" sagten, haben die Beamt_Innen auch noch anderes zu tun als auf dem Markt zu patroullieren - aber anscheinend wollen ja einige hier schwerbewaffnete SEK, MEK und sonstige Spezialeinheiten sehen (vermutlich immer noch nichts aus den Warnungen wegen Taschendiebstählen gelernt?!) Ich persönlich fände es aberpassend, wenn die Streifen zumindest an den Adventssonntagen Zipfelmützen aufsetzen würden - vllt merken dann die "Meckerköpfe" dass ausreichend Polizei vor Ort ist :D