Ex-DDR-Minister

Geldforderung an Diestel – Kläger muss nachbessern

280.000 Euro fordert ein Kläger von letzten DDR-Innenminister und Anwalt Peter-Michael Diestel, der jetzt in der Seenplatte arbeitet. Doch es fehlt noch was.
dpa
Peter-Michael Diestel hatte die Kanzlei in Potsdam 2017 aufgelöst und arbeitet seither von Zislow (Mecklenburgische Seenp
Peter-Michael Diestel hatte die Kanzlei in Potsdam 2017 aufgelöst und arbeitet seither von Zislow (Mecklenburgische Seenplatte) aus. Archivbild / Soeren Stache
Neubrandenburg

Im Zivilprozess um Geldforderungen gegen den letzten DDR-Innenminister und Anwalt Peter-Michael Diestel ist nun wieder der Kläger am Zuge. Wie ein Sprecher des Landgerichtes Neubrandenburg am Freitag sagte, muss der ehemalige Geschäftspartner Diestels bis Ende 2021 zusätzliche Unterlagen vorlegen.

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Dies sei nötig, damit ein Gutachter eine echte Bilanz für die aufgelöste Gemeinschaftskanzlei in Potsdam erstellen kann. Erst daraus könnte dann ein genauer Streitwert ermittelt werden. Damit könne der Prozess frühestens 2022 abgeschlossen werden.

Es geht um 280.000 Euro

Kläger ist Anwalt Mario Genth aus Werder bei Potsdam. Er fordert als Ex-Kanzleipartner Diestels noch 280.000 Euro von diesem. Das rühre daher, dass er nach seinem Ausscheiden kein Geld für seine ehemaligen Anteile bekommen habe. Diestel hatte die Kanzlei in Potsdam 2017 aufgelöst und arbeitet seither von Zislow (Mecklenburgische Seenplatte) aus.

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Der 69-Jährige bestritt solche Ansprüche bisher. Der Rechtstreit läuft seit 2018. Diestel war in der letzten DDR-Regierung von April bis Oktober 1990 Innenminister.

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