400.000 EURO SCHADEN

Gestohlene Autos in Neubrandenburg haben eine Gemeinsamkeit

Innerhalb von zwei Wochen haben Diebe hochwertige Autos geklaut. Das Problem, das sie zur Beute macht, ist indes altbekannt.
Die Autos sind allesamt mit einem Keyless-Go-System ausgestattet.
Die Autos sind allesamt mit einem Keyless-Go-System ausgestattet. Uli Deck
Neubrandenburg.

Sämtliche Autos, die in den vergangenen Tagen in Neubrandenburg gestohlen worden sind, sind mit dem songenannten Keyless-Go-System ausgestattet, wie die Polizei am Montag mitteilte. Bei diesem System müssen die Autofahrer den Schlüssel nicht mehr aktiv bedienen. Der Transponder im Schlüssel sendet ein permanentes Funksignal, im Fahrzeug ist der Empfänger. Sobald das Signal (also der Schlüssel) dicht genug am Fahrzeug ist, entriegelt sich dieses automatisch. Der Motor muss dann nur noch mit Knopfdruck gestartet werden.

Gesamtschaden von 400.000 Euro

Kriminelle können das Signal abfangen und mit sogenannten Funkstrecken-Verlängerern dem Empfänger – also dem Auto – vortäuschen, dass sich der Sender – also der Schlüssel – in der Nähe befindet und somit das Fahrzeug öffnen. Seit Mitte September wurden insgesamt fünf hochwertige Fahrzeuge mit einem Gesamtschaden von etwa 400.000 Euro gestohlen: ein Audi Q7, ein Mercedes Benz 220D, ein BMW M550i xDrive, ein BMW 7er und ein Toyota Landcruiser.

Die Polizei sieht einen Zusammenhang zwischen den Diebstählen. Die Beamten fahren verstärkt Streife und achten insbesondere auf hochwertige Fahrzeuge. Die Präventionsberater der Polizeiinspektion bieten allen Betroffenen Beratungsgespräche an.

Mehr lesen: So schützen Sie ihr Keyless-Go-System

Die Ermittler setzen aber auch auf Zeugen. Wer hat insbesondere am vergangenen Wochenende Beobachtungen zu auffälligen Fahrzeug- oder Personen gemacht, die bei den Ermittlungen dienlich sein könnten? Hinweise bitte an die Einsatzleitstelle unter 039555822224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

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Kommentare (3)

Haken bei der Sache, die Täter können das Fahrzeug nur 1x in der Nähe des Standorts/Transponders starten.

Bedeutet, entweder läuft die Maschine durchgehend bis zum Ziel, das Fahrzeug wird verladen oder nicht weit entfernt ausgeschlachtet.

Einfachste Gegenmaßnahme: Grenzkontrolle mit: "Bitte schalten Sie den Motor aus."

Als wenn die Jungs nichts anderes zu tun hätten. Alle großen Kreuzungen im Staate sollten grundsätzlich mit Kameras und Videofunktion ausgestattet sein - diese teuren Fahrzeuge mit GPS tracking! Das Strafmaß für solche Handlungen und im Wiederholungsfall voll ausgeschöpft zur Anwendung kommen!

Ob das die Lösung ist- Polizeistreifen, die verstärkt auf hochwertige Autos achten? Schön für deren Eigentümer, eine insgesamt stärkere Präsenz und Sichtbarkeit der Polizei im Stadtbild, und zwar auch dort, wo nicht das Geld oder die „Prominenz“ zuhause sind, wäre mir persönlich lieber.