GEWERKSCHAFT

Demokratiefest in Neubrandenburg zieht wieder auf den Marktplatz

In Neubrandenburg zieht sich die AfD am 1. Mai auf den Boulevard zurück. Das hat handfeste Gründe, ganz außerhalb des politischen Spektrums.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat den Marktplatz am 1. Mai wieder für sich.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat den Marktplatz am 1. Mai wieder für sich.
Neubrandenburg.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kann 2019 das Demokratiefest frei aller Konkurrenz wieder auf dem Marktplatz in Neubrandenburg über die Bühne gehen lassen. Im vergangenen Jahr sind die Gewerkschaft und die von ihr eingeladenen Parteien wie CDU, Linke, SPD und Grüne am 1. Mai in den Kulturpark ausgewichen. Die Gewerkschaften distanzierten sich mit dem Schritt von der Alternative für Deutschland (AfD), der 2018 ebenfalls die Nutzung des Marktplatzes am 1. Mai zugesagt war.

In diesem Jahr verzichtet die AfD allerdings aus freien Stücken auf den Marktplatz. Ursprünglich hatte die Partei – wie der DBG auch – eine Sondernutzung des Marktplatzes im Rathaus beantragt und ebenfalls gestattet bekommen. Das sei aber nicht mehr aktuell, sagte am Dienstag der Sprecher des AfD-Kreisverbandes Seenplatte, Jan-Michael Martin. Aus Kostengründen habe sich die Partei für den Verzicht entschieden. „Wir stehen dafür am1. Mai mit einem Infostand in der Turmstraße“ so der AfD-Funktionär. Martin erneuerte dennoch die Kritik an der permanenten Ausladung der AfD vom Demokratiefest durch den DGB und nannte das „demokratiefeindlich“.

Nach dem erbitterten Streit zwischen AfD und DGB hatte sich im vergangenen Jahr die katholische Kirche als Vermittlerin angeboten. Aus einem vorgeschlagenen „Runden Tisch“ in der Stadt, an dem AfD und DGB sitzen, ist aber nichts geworden.
 

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Kommentare (2)

Genau, abwarten und vor allem merken!

leider, merkt ihr ja nix. Aber keine Sorge, wir ham und werden nicht vergessen, welcher Idiotie ihr alle anghört und wir werden uns auch merken, wer ihr seid.