Festspiele MV
Golchen erhält Nordkurier-Spielstättenpreis

Das neue Gemeindezentrum in Golchen - im Hintergrund die Dorfkirche.
Das neue Gemeindezentrum in Golchen – im Hintergrund die Dorfkirche.
Tim Prahle (Archiv)

Hohe Auszeichnung für ein Dorf an der Tollense: Die kleine Gemeinde Golchen wird beim Wettbewerb „Stars im Dorf” ausgezeichnet.

Die rund 310 Einwohner von Golchen, einem Dorf zwischen Altentreptow und Jarmen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, haben den diesjährigen Wettbewerb „Stars im Dorf“ der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern für sich entschieden. Am 12. Juli 2019 werden die Preisträgerin in Residence und Cellistin Harriet Krijgh sowie ihre langjährige Kammermusikpartnerin Magda Amara die aus Backstein errichtete Saalkirche zum Klingen bringen.

Es ist Tradition des Festivals, mit Konzerten an kleinen, oft unbekannten Orten den ländlichen Raum zu erobern. Die Ausschreibung ruft Dorfgemeinschaften auf, ihr Dorf ins Rampenlicht zu rücken und Musiker von Weltrang hautnah und ganz persönlich zu erleben.

Hier wächst etwas aus sich heraus

Auch in diesem Jahr darf sich das Sieger-Dorf doppelt freuen. Denn für die Einwohner geht es nicht nur darum, Gastgeber für ein Konzert im Festspielsommer 2019 zu sein. Verbunden ist die Auszeichnung zudem mit dem „Nordkurier-Spielstättenpreis“, der mit 5.000 Euro dotiert ist und neue Spielstätten mit besonderem Entwicklungspotenzial würdigt.

Die Entscheidung für Golchen fiel zwar einstimmig, leicht gemacht haben es der Jury die 15 Bewerber allerdings nicht. „Es gab wieder viele sehr gute und vielseitige Kandidaten aus allen Regionen des Landes”, sagte Festspiel-Intendant Dr. Markus Fein.

Nordkurier-Geschäftsführer Lutz Schumacher freute sich ganz besonders darüber, dass die Entscheidung für ein Dorf in einer Region fiel, die es – fernab von Tourismus und boomender Wirtschaft – nicht so leicht hat. Es gibt dort eine Kirche und ein Dorfgemeinschaftshaus, die im Zentrum vieler kultureller Aktivitäten stehen. Hier wächst etwas aus sich heraus. Und der Nordkurier-Spielstättenpreis soll auf diesem Weg helfen, so Schumacher.