Inhaberin sauer

Alte Friedhofsvilla in Neubrandenburg mit Graffiti beschmiert

Seit sich rings um die alte Friedhofsvilla in Neubrandenburg wieder Leben regt und dort Baumaschinen rollen, haben Schmierfinken das Haus ins Visier genommen. Die Inhaberin will unbedingt wissen, wer die Täter sind.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Hier tut sich was an der alten Friedhofsvilla. Sanierungsarbeiten laufen, indes muss die Investorin auch immer wieder Beschädigungen durch Graffiti an dem Haus feststellen.   
Hier tut sich was an der alten Friedhofsvilla. Sanierungsarbeiten laufen, indes muss die Investorin auch immer wieder Beschädigungen durch Graffiti an dem Haus feststellen. Felix Gadewolz
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Neubrandenburg.

Doreen Peter ist sauer. Die Inhaberin eines Bestattungsunternehmens, die gerade die lange leer stehende Villa der früheren Friedhofsverwaltung saniert, um dort ihren Neubrandenburger Firmensitz einzurichten, hat jetzt noch mehr um die Ohren. Denn Schmierfinken haben an den Wänden des Gebäudes am Rande des Neuen Friedhofs ihre hässlichen Spuren hinterlassen und mit Graffiti „verziert“.

„Das sind richtige Schäden“, konstatiert die Firmenchefin, „das kostet auch.“ Bestimmt 10.000  Euro, schätzt die aufgebrachte Friedländerin, denn weil es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handele, könne man nicht einfach den Putz abklopfen. Doreen Peter will wissen, wer ihr da solchen Ärger bereitet und hat eine Belohnung ausgesetzt. 100 Euro auf die Hand, wer ihr die oder den Namen der Schuldigen nennt. Wenn es schnell geht könne die Belohnung auch gut verdoppelt werden.

Graffiti ist ein Dauerproblem in Neubrandenburg

Die Bestatterin ist längst nicht die einzige, die sich in Neubrandenburg mit illegalen Graffiti herumärgern muss. „Ein Dauerproblem in der Stadt“, nennt das die Sprecherin der Stadtverwaltung. „In den vergangenen Jahren hat sich der Zustand nicht geändert – weder ist die Zahl der Vorfälle nach unten noch nach oben gegangen.“ Beschmiert werde alles, heißt es aus dem Rathaus. Bänke, Bäume, Stadtmauer, Wiekhäuser, öffentliche Gebäude und Laternenpfähle. Ein großes Problem sei auch der Zustand der neuen Plattform am Tollensesee. Der „Seebalkon“ befände sich immer wieder im Visier der Straftäter. „Wir versuchen die Schäden zu beheben“, so die Rathaus-Sprecherin, das Hauptaugenmerk liege dabei in der Innenstadt.

Die schnelle Beseitigung der illegalen Graffiti hat in Neubrandenburg durchaus Methode. Nicht nur im Rathaus vertritt man die Ansicht, die Außenwirkung von Schmierereien einzuschränken, indem Verursacher so wenig Aufmerksamkeit wie möglich erhalten. Jeder Vorfall sollte zur Anzeige gebracht und jedes betroffene Objekt so schnell wie möglich gereinigt werden, so der Wunsch. Oft genug ist das aber, wie im Fall der Friedhofsvilla, äußerst kostspielig.

Kommentare (2)

Auch die nagelneuen Brücken der Umgehungsstraße traf es sofort nach ihrer Fertigstellung. Wie wirkt das wohl auf die Gäste der 2019 bevorstehenden Übergabe des Bauwerkes und überhaupt. Ich hoffe, das Bauunternehmen stellt das Geld für eine schelle Beseitigung der Schmiereien zur Verfügung. Dürfte innerhalb der Baukosten insgesamt nicht besonders belastend sein.

Der pol. Gesellschaft ist das Problem schnellstens geloest