LEICHENTEIL GEFUNDEN

Grausiger Fund: Mann entdeckt Totenschädel am See

Am Camminer See südlich von Burg Stargard ist ein skelettierter Schädel geborgen worden. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren während ihres Einsatzes am Camminer See.
Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren während ihres Einsatzes am Camminer See. Felix Gadewolz
Feuerwehrleute suchen den Camminer See nach menschlichen Knochen ab.
Feuerwehrleute suchen den Camminer See nach menschlichen Knochen ab. Felix Gadewolz
Cammin.

Große Aufregung am letzten Tag des Jahres in dem kleinen Dorf Cammin, wenige Kilometer südlich von Burg Stargard. Ein Spaziergänger mit Hund soll nach Informationen des Nordkurier in einem Waldstück am See einen skelettierten Schädel eines Menschen entdeckt haben. In ersten Berichten war noch von einem Angler die Rede. Die alarmierte Polizei bekam auch Unterstützung der Feuerwehr, laut Augenzeugen waren die Kameraden aus Groß Nemerow am Einsatzort, wenig später trafen auch die Kollegen aus Burg Stargard mit einem Schlauchboot in Cammin ein.

Bisher gibt es nur wenige Erkenntnisse

Wie der Nordkurier erfuhr, bargen Feuerwehr und Polizei Teile eines offensichtlich menschlichen Schädels, der bereits stark skelettiert gewesen sein soll. Deshalb könnten auch noch überhaupt keine Angaben zum Alter der Knochen oder einer möglichen Todesursache gemacht werden, hieß es am Silvesterabend auf Nordkurier-Nachfrage in der Einsatzleitstelle des Neubrandenburger Polizeipräsidiums.

Die gefundenen Überreste würden jetzt zur weiteren Untersuchung in die Gerichtsmedizin nach Greifswald geschickt, so die Auskunft. Wann und ob die Suche nach weiteren Knochen in dem See noch intensiviert werde, stand am langen Neujahrs-Wochenende ebenfalls noch nicht fest. Aus der Umgebung des Fundortes seien zwar keine Vermisstenfälle bekannt, so die Polizei, sie überprüfe aber offene Vermisstenfälle aus der Region.

Fall weckt Erinnerungen an zerstückelte Frauenleiche

Der Fund weckt Erinnerungen an den Fall der zerstückelten Frauenleiche, deren Leichenteile 2012 im Tollensesee und im Mühlenteich in Neubrandenburg gefunden wurde. Der Fall hielt 2012 die ganze Stadt ein halbes Jahr lang in Atem. Bis zuletzt war unklar, wer die Frau war und wie sie ums Leben kam. Erst durch den Suizid des Ehemannes wurde deutlicher, was geschehen war. Die Ermittler konnten damals den Kopf der Frau jedoch nicht finden. Der Nordkurier hat darüber ausführlich in der „Kriminalakte Neubrandenburg“ berichtet.

Dieser Artikel wurde am 2. Januar aktualisiert.

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