NACH BOOTSUNGLÜCK

Polizei sucht abgerissenen Arm im Tollensesee

Nach dem tragischen Unglück auf dem Tollensesee, bei dem ein Schwimmer einen Arm verlor, ist die Suche auch am Freitag in vollem Gange. Zu Wasser und Luft ist die Wasserschutzpolizei Waren unterwegs.
Beamte der Wasserschutzpolizei sind seit den frühen Morgenstunden am Freitag mit Hubschrauber und zwei Booten auf der Suc
Beamte der Wasserschutzpolizei sind seit den frühen Morgenstunden am Freitag mit Hubschrauber und zwei Booten auf der Suche nach dem Arm. Felix Gadewolz
Klein Nemerow.

Die Suche nach einem abgetrennten Arm im Tollensesee läuft auf Hochtouren. Das sagte Volker Trost vom Landeswasserschutzpolizeiamt in Waldeck. Am Freitag sind ein Hubschrauber und zwei Boote der Wasserschutzpolizei Waren eingesetzt, um den Arm zu finden.

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„Wenn wir keinen Erfolg haben, kommen auch Taucher und ein Sonargerät zum Einsatz, kündigte Trost an. Die etwas makaber anmutende Suche ist nötig, weil sich am frühen Donnerstagabend auf dem See in der Höhe von Klein Nemerow ein großes Unglück zugetragen hatte. Ein 48-jähriger Schwimmer war 200 Meter vom Ufer entfernt von einem Sportboot angefahren worden. Dabei wurde der Arm abgerissen.

Ursache des Unfalls noch unklar

„Es gibt an der Stelle keine Begrenzungen für Schwimmer”, erklärt Trost. Zumal das Opfer mit Boje und Neoprenanzug offenbar kein Amateur-Schwimmer ist. Für Motorboote hingegen gibt es ein paar wichtige Grundregeln: So gilt auf dem gesamten Tollensesee eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Bis zu 100 Meter vom Ufer entfernt seien es gar nur 9 Stundenkilometer.

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Doch was genau zu dem Unfall führte, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Beamten der Wasserschutzpolizei Waren haben die Ermittlungen aufgenommen. „Es wird bei so etwas auch eine Strafanzeige gestellt”, erklärt Trost. Wegen Körperverletzung oder fahrlässiger Körperverletzung.

Der schwerverletzte Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Greifswald geflogen, schwebte nach Polizeiangaben aber nicht in Lebensgefahr und war am Freitag nach Nordkurier-Informationen wieder ansprechbar.

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