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Ein Parkhaus gegenüber der Konzertkirche?

Backsteingotik und ein Parkhaus, das an dieser Stelle entstehen soll – passt das zusammen? 
Backsteingotik und ein Parkhaus, das an dieser Stelle entstehen soll – passt das zusammen? 
Jörg Franze

An manchem Wochenende verkünden die Anzeigen am Neubrandenburger Engelsring, dass die Tiefgaragen in Neubrandenburgs Innenstadt voll belegt sind. Da kann ein Parkhaus mehr nicht schaden, oder?

Eines der bedeutendsten Bauwerke norddeutscher Backsteingotik, die Konzertkirche, – und gleich gegenüber ein mehrstöckiges Parkhaus? So sieht jedenfalls nicht das Neubrandenburg aus, das sich Grüne und Piraten in der Neubrandenburger Stadtvertretung vorstellen. Grünen-Fraktionsgeschäftsführerin Franziska Richter und ihren Mitstreitern stößt dieser Teil der Pläne zur Bebauung des südlichen Marktquartiers
vis à vis der Konzertkirche sauer auf. Aus Sicht der Bündnisgrünen ist es auch gar nicht notwendig, in dieser sensiblen Lage ein Parkhaus zu bauen. Es gebe genügend ober- und unterirdische Parkplätze in der Innenstadt und um den Ring herum, argumentiert Franziska Richter. „Ein größeres Angebot an Parkplätzen lockt weiteren Autoverkehr an. Dies steht jedoch dem Konzept einer attraktiven Innenstadt entgegen“, moniert Richter und wünscht sich vielmehr ein optimiertes Parkleitsystem.

Parkflächen sind an Ort und Stelle bereits eingeplant

Fakt ist allerdings: Der Städtebauliche Rahmenplan für die Innenstadt sieht gegenüber der Konzertkirche den Bau von Parkflächen vor, wie Viola Brentführer, Sachgebietsleiterin für Stadtplanung im Rathaus, erläutert. Die Stadt verweist zudem auf eine vorgesehene Umverteilung von Parkplätzen in der Innenstadt. Unter anderem mit dem Parkplatz Poststraße und einer neuen Parkordnung in der Stargarder Straße fallen in naher Zukunft Stellplätze weg, insofern sei es legitim, dass an anderer Stelle neue entstehen.

Kommentare (3)

seid wann sind das Parkflächen. Eine Autofreie (nur für Anwohner) Innenstadt ist legitim. Nicht einmal der ÖPNV fährt in die City. Also warum sollen die PKW Fahrer nicht auch ein bisschen ihren Arsch bewegen können. Schmeißt die PKW endlich aus der Innenstadt und öffnet sie für die Fussgänger.

ja verbannt alle fahrzeuge aus der innenstadt und öffnet sie für fußgänger und radfahrer gleichberechtigt...von den angrenzenden großparkflächen kann man beispielhaft eine buslinie durch die innenstadt führen die alle 20 minuten fährt. die kosten dafür sind bereits auf grund der schlechten parkflächen für den bus enthalten, d.h. der parkswchein ist der fahrschein in die stadt, damit würde die stadt mal wirklich einen schritt für die umweltverträglichkeit und der würdigung von radfahrern und fußgängern einschlagen...

Wo sollen diese Busse denn in der Innenstadt halten ausser am Marktplatz? In den vorgeschlagenen 20 Minuten bin ich schon bequem einmal quer durch die Innenstadt gelaufen. Eine innerstädtische Buslinie ist völliger Mumpitz! Und bitte auch keine "gleichberechtigten" Radfahrer: Die gehören auf die Strasse bzw. Radwege und nicht auf Bürgersteige, wo sie - wie leider jetzt schon dauernd zu sehen - im Tiefflug Kinder, Vierbeiner und Passanten ummähen!