STADTVERTRETUNG

Grüne: Neubrandenburg soll Bootsflüchtlinge aufnehmen

Oberbürgermeister Witt sollte die Unterstützung der Stadt bei der Aufnahme von Bootsflüchtlingen anbieten. Die Grünen-Fraktion will ihn jetzt an einen Beschluss der Stadtvertretung erinnern.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Viele Flüchtlinge geraten auf dem Weg nach Europa in Seenot und müssen teils lange auf Schiffen ausharren, weil kein H
Viele Flüchtlinge geraten auf dem Weg nach Europa in Seenot und müssen teils lange auf Schiffen ausharren, weil kein Hafen sie aufnehmen will. Die Rolle der Seenotrettungsschiffe ist umstritten. Javier Fergo
Neubrandenburg.

Seenotrettung „ist kein Verbrechen, sondern eine menschenrechtliche Verpflichtung“. Unter diesem Motte hatte die Stadtvertretung mit der Mehrheit von Linke, SPD und Grünen/Piraten im Februar beschlossen, dass die Stadt Neubrandenburg wie Rostock und Greifswald die Aufnahme von geretteten Bootsflüchtlingen unterstützen soll.

Nach den jüngsten Rettungen von Schiffbrüchigen im Mittelmeer hatte Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) nun die Bereitschaft der Stadt bekräftigt, 20 Geflüchtete – über den Verteilungsschlüssel hinaus – aufzunehmen.

Ist Neubrandenburg als sicherer Hafen gemeldet?

Angesichts dieser Entscheidung schrieb die Kreissprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburgische Seenplatte, Jutta Wegner, die gleichzeitig neue Fraktionschefin ihrer Partei in der Neubrandenburger Stadtvertretung ist: „Im Februar hat ja auch die Stadtvertretung Neubrandenburg beschlossen, dass die Stadt sicherer Hafen sein will. Werde mal nachfragen, ob auch unser OB sich mit einem Hilfsangebot gemeldet hat.“

Neubrandenburg kann als kreisangehörige Stadt nicht eigenmächtig über eine Aufnahme von im Mittelmeer geretteten Flüchtlingen entscheiden. Jedoch kann der Oberbürgermeister im Namen der Stadtvertretung dem Landkreis und der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Unterstützung der Stadt bei der Aufnahme anbieten. Dazu hatte ihn die Stadtvertretung im Februar aufgefordert. Die dafür notwendigen Strukturen seien „bei Bedarf“ zur Verfügung zu stellen.

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Kommentare (6)

Wir brauchen dringent Arbeitskräfte

Meine Eltern, waren 1945 auch Flüchtlinge, da hat sich keiner gekümmert

dass es Ihren Eltern besser gefallen hätte, wenn sich "jemand" gekümmert hätte. Deshalb sollte man den Fehler des Wegschauens nicht wiederholen... Meine Meinung

1945 war die Not so groß, dass sich jeder selbst der Nächste war. Diese Notlage existiert 2019 nicht. Wer Anderes behauptet, sollte dringen(d)ere Anliegen haben, als hässliche Kommentare zu verbreiten. (,,,,,,,)

Das man auch diese Personen aus einer selbst verschuldeten Seenot retten muss ist richtig. Danach müssen diese Personen wieder in ihre Heimatländer gebracht werden,was die NGO,s danach machen,ist für mich eine Schleusung. Wenn jemand auf dem Landweg Personen unerlaubt nach Deutschland bringt und er wird kontrolliert,dann werden Anzeigen geschrieben und er landet vor Gericht. Warum soll das auf See nicht gelten ?Diese Politiker,die hier wieder fordern,bezahlen die Zeche ja nicht. Dafür muss dann der gemeine Bürger aufkommen.

Wen oder was sollen wir denn noch alles aufnehmen. Ist Deutschland nicht schon bunt genug. Arbeitsplätze bekommen nicht mal ausreichend Deutsche und dann sollen die Flüchtlinge den Job bekommen. Ich denke es gibt genug Armut bei uns da müssen wir die gestrandeten nicht auch noch bespaßen. Oder wollt ihr die kriminalitätsrate noch höher drücken.