Metalmeeting findet statt
Grünes Licht für Köllner Rockscheune

Am morgigen Mittwochabend werden 21 Bands unter anderem aus Chile, Israel und vielen Ländern Europas in der Rockscheune erwartet.
Am morgigen Mittwochabend werden 21 Bands unter anderem aus Chile, Israel und vielen Ländern Europas in der Rockscheune erwartet.
Christina Weinreich

Das 3. Metalmeeting vom 10. bis 13. Mai in der Köllner Rockscheune darf unter Auflagen stattfinden. Darauf einigten sich Betreiber und Landkreis am Montag.

Großes Aufatmen bei allen Beteiligten: Das 3. Metalmeeting, das vom 10. bis 13. Mai in der Köllner Rockscheune steigt, darf stattfinden. Das ist das wichtigste Ergebnis des Lokaltermins am Montag. Der Landkreis hatte dazu vor Ort eingeladen. Teilnehmer waren neben drei Vertretern des Landkreises auch der Bürgermeister der Gemeinde und die Leiterin des städtischen Ordnungsamtes. „Wir sind erst mal froh, dass die Kuh vom Eis ist”, sagt Siegmund Freese, dem die Scheune gehört und die er mit zwei Partnern betreibt. Am morgigen Mittwochabend werden 21 Bands unter anderem aus Chile, Israel und vielen Ländern Europas erwartet.

In der vergangenen Woche hat der Landkreis die Scheune ab 4. Mai gesperrt, da die Betreiber es versäumt hatten, einen Bauantrag zu stellen und damit verbunden eine Nutzungsänderung für das Gebäude zu beantragen. Die Rockscheune ist 2013 eröffnet worden und seitdem haben dort zahlreiche Musikveranstaltungen stattgefunden. Den Betreibern sind jetzt vom Landkreis einige Auflagen erteilt worden, von denen einige bereits bis zum 9. Mai erfüllt sein müssen.

Hier geht es vorrangig um das Sicherheitskonzept, über das Vertreter der unteren Bauaufsichtsbehörde mit den Betreibern der Scheune beim Lokaltermin sprachen. „Es sind Nachbesserungen zum Beispiel im Bereich des Brandschutzes erforderlich. Die Betreiber versicherten die umgehende Nachbesserung und Umsetzung“, heißt es aus der Pressestelle des Landkreises.

„Auf uns kommt jetzt ’ne Menge Arbeit zu, wenn wir die Auflagen alle erfüllen wollen“, sagt Freese. Und auch Kosten. Er und seine beiden Partner Mirko Abe und Jörg Slotta hoffen dabei sehr auf Hilfe aus den Reihen ihrer Fans. „Vielleicht ist ja ein Architekt dabei, der uns beim Erstellen des Nutzungskonzeptes helfen kann.“ Ob die vorläufige Genehmigung auch für den 26. Mai gelte, wenn Berluc in Kölln aufspielt, wusste Freese nicht mit Bestimmtheit zusagen. Bürgermeister Michael Frese hatte hingegen den Eindruck, dass auch Berluc in Kölln nichts entgegen stehen wird, „wenn die Scheunenbetreiber schnell und ordentlich ihre Hausaufgaben machen. Ich finde es aber sehr schade, dass in Deutschland jede Privatinitiative wegen solcher Kleinigkeiten ausgebremst werden kann.“

Am Ende gibt‘s noch eine Einladung an alle Bewohner der Gemeinde Werder: Wer am Wochenende beim Meeting dabei sein will, ist willkommen. Der Eintritt ist für alle frei.