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Grundstein für Marien-Carrée gelegt

Nun soll es losgehen mit dem Bau des Geschäftshauses am Markt. Die Investoren haben einen weiteren Mieter und sportliche Ziele, wann die ersten Läden öffnen können.

Martin Ahrens und Achim Griese (von rechts) als Investoren des Marien-Carrées am Neubrandenburger Markt legten zusammen mit Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt den Grundstein.
Jörg Franze Martin Ahrens und Achim Griese (von rechts) als Investoren des Marien-Carrées am Neubrandenburger Markt legten zusammen mit Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt den Grundstein.

Für die nächste große Baustelle in Neubrandenburg ist der Startschuss gefallen: In der Innenstadt ist am Dienstag der Grundstein für das neue Geschäftshaus Marien-Carrée gelegt worden. Vertreter der Investoren Achim Griese Treuhandgesellschaft und Arcadia Investment Group sowie Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt versenkten eine Kassette mit Bauplänen, Münzen und dem aktuellen Nordkurier in Beton. Auf dem Grundstück zwischen am Marktplatz und Konzertkirche sollen schon in den kommenden Tagen die Bauarbeiten beginnen.

Die Investition wird von etlichen Neubrandenburgern kritisch gesehen, viele Einwohner würden sich mitten in der Stadt eine Grünfläche, Spielplätze und weiterhin freien Blick vom Markt zur Konzertkirche wünschen. Doch das Grundstück mit dem ehemaligen Radisson-Blu-Hotel war 2014 von den Investoren von Anfang an mit dem Ziel erworben worden, dort Handelsflächen anzubieten.

Elf Läden sollen ab 2018 einziehen

Zunächst entstehen nach Angaben von Martin Ahrens, Geschäftsführer der Achim Griese Treuhandgesellschaft, direkt am Markt zwei Geschäftshäuser mit elf Läden. Von den insgesamt 6230 Quadratmetern Einzelhandelsfläche seien rund 70 Prozent vermietet. Als Mieter bekanntgegeben wurden bisher die Drogeriekette dm, das Textilunternehmen New Yorker sowie die Neubrandenburger Stadtwerke. Ein weiterer Mietvertrag mit einem großen Anbieter aus dem Bereich Textilien sei ebenfalls abgeschlossen, das Unternehmen habe aber noch keine Freigabe zur Bekanntgabe des Namens erteilt, sagte Ahrens.

Ziel sei es, bis Jahresende 2018 die ersten Läden fertigzustellen. Dieser Plan sei angesichts der erst im Mai 2017 erteilten Baugenehmigung sehr sportlich, ergänzte der Vertreter der Investorengemeinschaft. Dass es bei solchen Projekten in zentraler Lage Probleme und Verzögerungen gebe, sei indes nicht ungewöhnlich. Zur Investitionssumme wurden keine detaillierten Angaben gemacht, sie soll im Bereich zwischen 30 und 40 Millionen Euro liegen. In einem zweiten Bauabschnitt soll bis Ende 2019 auf der zur Konzertkirche liegenden Seite des Bauareals ein Parkhaus mit 314 Stellplätzen und 2130 Quadratmeter Handelsfläche im Erdgeschoss entstehen. Dafür favorisiere man als Mieter einen Supermarkt, so Ahrens.

Emotionale Debatte um Hotel

Oberbürgermeister Silvio Witt sprach von dem am meisten diskutierten Bauprojekt der letzten Monate, ja sogar Jahre. Es habe zum Teil sehr emotionale Debatten gegeben, zunächst um den Erhalt des Hotels, später um den freien Blick auf die Konzertkirche. Doch historisch gesehen sei diese Fläche am südlichen Marktplatz immer bebaut gewesen. „Die Neubrandenburger sollten jetzt gespannt darauf sein, was an dieser Stelle entstehen wird”, wünschte sich der Rathaus-Chef. Der Marktplatz werde mit dem modernen Marien-Carrée eine Begrenzung erhalten und gleichzeitig Öffnung erfahren, da das Geschäftshaus Kunden in diese Richtung ziehen werde.

Kommentare (2)

Damit ist das Ende des Boulevards als Einkaufspassage besiegelt. Es wird sich alles nur noch in den beiden großen Centern und H&M bewegen. Schon jetzt sind kleine Einzelhändler benachteiligt, nach der Eröffnung des 2.ten Konsum Tempel sind sie die Verlierer gegen über den Ketten. Denn wer ist den drin, die gleichen wie in jeder Stadt in Deutschland. Es gibt keinen Unterschied mehr. Da stellt sich die Frage warum nicht die Sachen online Kaufen. Das Angebot ist das gleiche wie in den Konsum Tempeln. Übrigens eine schöne Grünfläche wie im NK als alternative Vorgestellt wäre besser gewesen. Zum Wohle der Einwohner als auch der Besucher. Aber jetzt haben wir eine Innenstadt die zu 95% aus Beton besteht. Danke liebe Stadtvertreter dafür.

An Grünflächen verdient der Bürgermeister nichts, die kosten Pflegegeld, wir haben genug Unkrautecken in der Stadt