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Hackerspace - was ist das überhaupt?

Sie bringen modernstes Wissen in historische Gemäuer: Robert Schuldt (links) und Florian Bottke haben den Neubrandenburger Hackerspace ins Leben gerufen.
Sie bringen modernstes Wissen in historische Gemäuer: Robert Schuldt (links) und Florian Bottke haben den Neubrandenburger Hackerspace ins Leben gerufen.
Susanne Schulz

Im Hightech-Zeitalter kommunizieren alle nur noch elektronisch? Weit gefehlt: Ausgerechnet die Computerexperten der Region haben sich gerade einen Treffpunkt geschaffen, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen.

So etwas hat es bislang zwischen Berlin und Rostock noch nicht gegeben, doch jetzt füllt Neubrandenburg den weißen Fleck auf der Landkarte: In der Viertorestadt haben Computerexperten einen Hackerspace ins Leben gerufen - frei übersetzt: einen Ort der Begegnung und des Erfahrungsaustauschs.

Jeden Freitag treffen sie sich im Wiekhaus Nr. 5, um sich über Software-Ideen und Hardware-Eigenschaften auszutauschen. Software-Entwicklung und Systemelektroniker, aber auch Lehrer und Sozialarbeiter gehören zu der illustren Runde, die sich Wissensvermittlung und gemeinsame Projekte ebenso auf die Fahnen geschrieben hat wie die Anschaffung von Gerätschaften, die für einzelne allein zu kostspielig wären - ein 3D-Drucker steht zum Beispiel auf ihrer Wunschliste.

Dass im digitalen Zeitalter gerade die Technikfans nur noch elektronisch kommunizieren, ist also ein Trugschluss, wie Mitbegründer Florian Bottke bestätigt: "Ich kann zu Hause eine Woche an einem Problem tüfteln - oder sitze hier im Hackerspace direkt jemandem gegenüber, der sich mit genau diesem Detail auskennt."