ÜBERRASCHUNGSBESUCH

Polizei findet Drogen-Depot bei Haft-Verweigerer

Wer nicht freiwillig seine Haft antritt, bei dem klopft die Polizei an die Tür. Für einen Neubrandenburger ging das nicht gut aus.
Erfolgreiches Klopfen an die Tür: Drogen und Geld entdeckt.
Erfolgreiches Klopfen an die Tür: Drogen und Geld entdeckt.
Neubrandenburg.

Das hatte sich der zu einer Haft verurteilte Mann wohl nicht gedacht. Als Polizeibeamte am Mittwoch nach ihren Angaben bei einem 30-Jährigen in Neubrandenburg klingelten, wollten sie ihn eigentlich nur abholen, um ihn in die Justizvollzugsanstalt zu bringen. Denn seine sechsmonatige Haftstrafe wegen mehrfachen Betruges hatte er laut Polizei bisher nicht freiwillig und auch nicht fristgerecht angetreten.

Doch die Beamten hatten offenbar den richtigen Riecher. Denn nachdem er ihnen die Wohnungstür geöffnet hatte, fanden sie bei ihm Drogen. Und zwar „in nicht unerheblicher Menge“, wie es vom Polizeipräsidium Neubrandenburg heißt.

Gewerbsmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln

Die Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg seien zu dem Fall hinzugezogen worden. Sie stellten unter anderem mehr als 100 Gramm Amphetamine, fast 200 Gramm Haschisch und knapp 100 Gramm Marihuana sicher sowie eine fast vierstellige Summe Bargeld.

„Es ist davon auszugehen, dass der 30-Jährige gewerbsmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln treibt“, heißt es weiter. Unabhängig von den „Überraschungsfunden“ und den Ermittlungen, die dazu jetzt laufen würden, sei „natürlich der ursprüngliche Polizeieinsatz erfolgreich beendet: Er sitzt nun in Haft“.

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