GEFÄHRLICHE KÖRPERVERLETZUNG

Hafturteil nach Attacken gegen Asylbewerber rechtskräftig

Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil der Verurteilte eigentlich nach Afghanistan abgeschoben werden sollte, was aber an fehlenden Papieren scheiterte.
dpa
Der Angeklagte und sein Anwalt Dirk Pegelow (Archivbild).
Der Angeklagte und sein Anwalt Dirk Pegelow (Archivbild). Thomas Beigang
Neubrandenburg.

Wegen Attacken auf Asylbewerber in Vorpommern muss ein 27-Jähriger in Haft. Wie ein Sprecher des Neubrandenburger Landgerichtes am Donnerstag erklärte, ist die Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren gegen den 27-Jährigen, der zuletzt in Greifswald lebte, jetzt rechtskräftig. Der Verteidiger des Mannes habe die Revision gegen das Urteil von Anfang Februar zurückgezogen. Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil der Verurteilte eigentlich nach Afghanistan abgeschoben werden sollte, was aber an fehlenden Papieren scheiterte.

Das Landgericht hatte den Mann der dreifachen gefährlichen Körperverletzung für schuldig befunden. Der 27-Jährige hatte die Angriffe mit Messern und abgebrochenen Flaschen auf Asylbewerber in Anklam und Greifswald von Sommer 2017 bis Herbst 2018 zugegeben. Dabei waren insgesamt drei Männer verletzt worden. Der 27-Jährige war 2013 nach Deutschland gekommen, sein Asylantrag wurde aber abgelehnt.

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