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Handarbeit aus aller Welt

Der Nordkurierstand mit seinen vielen speziellen Angeboten zum Thema fand großes Interesse.
Der Nordkurierstand mit seinen vielen speziellen Angeboten zum Thema fand großes Interesse.
Gerlinde Bauszus

Klöppeln, stricken, filzen – es gab wieder erstaunlich viel zu bewundern. Und eines wurde gezeigt: Handarbeit ist kein eingestaubtes Hobby.

Vorstellung Nummer eins: Handarbeit – das geht so: Omi strickt für das Enkelchen einen Pullover, der kratzt und den das Kind nur unter Androhung von Maßnahmen anzieht, wenn Omi zu Besuch kommt. Von wegen! Wer mit solchen Vorstellungen zur 20. Handarbeitsbörse in das Neubrandenburger Jahnsportforum ging, dem ist dort Hören und Sehen vergangen. Mehr als 100 Aussteller aus elf Bundesländern, aus Schweden, Polen und den Niederlanden zeigten eine Vielfalt, die trotz schönstem Sonnenwetter über 5000 Leute, so viele wie in den vergangenen Jahren auch, in die riesige Halle lockte.

Vorstellung Nummer zwei: Klöppeln – das geht so: Arzgebierg, wie bist du schie – und nebenbei klöppeln die fleißigen Neuigkeiten auswertenden Gebirgsfrauen ein Deckchen fertig. Von wegen. „Geklöppelt wird in 114 Ländern. Das haben wir auf dem 10. Weltklöppelkongress im englischen Nottingham erfahren, zu dem eine Delegation von uns fuhr“, erzählte Gerlinde Brauer-Lübs, Geschäftsführerin des Soziokulturellen Bildungszentrums Neubrandenburg.

Vorstellung Nummer drei: Handarbeit – das ist Stricken, Häkeln und Klöppeln. Von wegen. Das konnte man am Stand von Monika Karaus, die von der Insel Fehmarn kam, lernen. Bei ihr konnten Lena und ihre Mutter Anja Skierke aus Neubrandenbenburg ein Plüschtier selber zum Leben erwecken.