EINZELHANDEL IN NEUBRANDENBURG

Handelskonzept soll Innenstadt-Geschäft beflügeln

Einzelhändler bekommen die Konkurrenz durch den Online-Wettbewerb zunehmend zu spüren. Die Werbegemeinschaft Innenstadt möchte daher mit der Stadt ein Handelskonzept auf den Weg bringen. Das kostet allerdings.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
In der Neubrandenburger City veranstaltet die Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt zahlreiche Events wie Flohmär
In der Neubrandenburger City veranstaltet die Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt zahlreiche Events wie Flohmärkte oder Modeschauen. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Im Konkurrenzkampf mit dem Online-Geschäft möchte die Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt den Einzelhandel in der Vier-Tore-Stadt stärken. Dafür schlug der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Wolfgang Wander, den Stadtvertretern jüngst die Schaffung eines Handelskonzepts inklusive eines Handelsmanager-Postens vor. Die Werbegemeinschaft veranstaltet in der Neubrandenburger Innenstadt zahlreiche Events, um die Innenstadt zu beleben und um Konsumenten anzulocken.

Wander führte dazu im Stadtentwicklungsausschuss an, der Einzelhandel sehe sich mit großen Veränderungen in den Händlerstrukturen konfrontiert – vor allem durch den zunehmenden Online-Handel. Dem wolle man ein Konzept entgegenstellen, das gemeinsam mit der Neubrandenburger Stadtverwaltung erarbeitet worden sei. Der Neubrandenburger Unternehmer gab zu bedenken, dass beispielsweise der Marktplatz ein „wichtiger Impulsgeber“ für die Stadt sowie Region sei. Hier habe Neubrandenburg den Vorteil, dass sich ein Teil der Gebäude in der City in den Händen kommunaler Vermieter befinde. Hierdurch könne Leerstand besser entgegengewirkt werden.

In dem geplanten Papier zum Handel soll erörtert werden, mit welchen Konzepten steuernd eingegriffen werden könne, „um das soziale und wirtschaftliche Gefüge, positiv zu beeinflussen“, sagte Wander. Dem Handelsmanager soll nach den Vorstellungen der Werbegemeinschaft dabei die Rolle als Ansprechpartner zukommen, der die verschiedenen Akteure zusammenbringt und koordiniert.

Die Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt e. V. hatte sich im Sommer 1993 gegründet, unter anderem mit dem Ziel, durch allgemein ansprechende Maßnahmen und Aktionen „das allgemeine Wohlergehen zu fördern und dadurch die Anziehungskraft der Neubrandenburger Innenstadt zu erhalten und zu stärken“. Der Verein finanziert sich über Beiträge in Höhe von 70 000 Euro jährlich seiner inzwischen 130 Mitglieder und hat kein eigenes Personal.

Für das Handelskonzept inklusive Besetzung des Postens eines Handelsmanagers sollen der Stadt keine großen zusätzlichen Kosten entstehen. 100 000 Euro will die Werbegemeinschaft aus Mitgliederbeiträgen und Einnahmen im Jahr beisteuern. Der städtische Zuschuss soll bei rund 30 000 Euro liegen. Zudem wird geprüft, ob Fördermittel beantragt werden können, dazu laufen laut Verein schon Gespräche mit der Stadt. Der vorgeschlagene Ansatz sei eine preisgünstige Variante, große Akteure würden das Zehnfache an Kosten „verschlingen“, so der Vereinsvorsitzende.

Das Handelskonzept soll nach Vorstellung der Werbegemeinschaft zum 1. Januar 2020 an den Start gehen. Als weitere Ideen für Steigerung der Attraktivität der Neubrandenburger Innenstadt schwebt der Werbegemeinschaft unter anderem ein Einkaufsführer in gedruckter sowie digitaler Form vor. Vorstellen kann man sich bei der Werbegemeinschaft auch eine App, welche offene Parkplätze sowie das Mittagstisch-Angebot in der Stadt anzeigt oder den Nahverkehr in die Wegplanung mit einbezieht.

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Kommentare (1)

Und da ist die Innenstadt das unattraktivste was es gibt. Es geht online einfacher und im Falle von Media Markt sehe ich online ob die Ware da ist und brauch sie nur abzuholen. Was Kleidung angeht gibt es kein Grund sich außer halb vom Marktplatz und Center sich zu bewegen. Das einzige was Kunden anzieht ist der Grüne Markt und der Wochenmarkt, nur schafft der Betreiber, den sich blöden Eierköpfe aus der Stadtverwaltung und Stadtvertretung zulegen mussten, die Marktstände zu vertreiben und zu schikanieren.