BERüHRENDES WIEDERSEHEN

Happy End für gefundenes Stofftier

Eine Neubrandenburgerin fand am Wochenende einen Stofftier-Affen, den anscheinend jemand verloren hatte. Sie wandte sich an den Nordkurier, um den Besitzer zu finden. Mit Erfolg.
Tim Prahle Tim Prahle
Wieder vereint: Finn Oskar und sein Stofftieraffe trafen sich am Ihlenpool erstmals wieder.
Wieder vereint: Finn Oskar und sein Stofftieraffe trafen sich am Ihlenpool erstmals wieder. Tim Prahle
„Tja, wie konnte das nur passieren?” Finn Oskar scheint sich auf dem Arm seiner Oma Annett seine ganz eigenen Gedank
„Tja, wie konnte das nur passieren?” Finn Oskar scheint sich auf dem Arm seiner Oma Annett seine ganz eigenen Gedanken über den temporären Verlust seines Gefährten zu machen. Tim Prahle
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Neubrandenburg.

Es war ein Moment voll glücklicher Gesichter, als Bettina Pudschun den Stofftier-Affen aus ihrer Tasche zauberte. Finn Oskar freute sich sichtlich, seine Oma Annett lachte und der Affe lächelte sowieso. 14 Monate ist der kleine Finn Oskar gerade mal alt. Vor wenigen Wochen beschenkten ihn Urgroßonkel und -tante mit dem plüschigen Tier. Doch kurz danach geschah das Unglück. Während der kleine Finn Oskar schlief, lehnte sich sein neuer Gefährte wahrscheinlich zu weit aus dem Wagen, stürzte – und blieb irgendwo in der Oststadt liegen. „Wenn der Schnuller rausfällt, höre oder sehe ich das jedes Mal. Aber bei dem Affen habe ich nichts mitbekommen“, erinnert sich Oma Annett, die an diesem Tag mit ihrem Enkel unterwegs war. Kurz danach sei sie bereits die Strecke noch einmal abgegangen, doch von dem beigen Gibbon fehlte jede Spur.

Der wurde in der Zwischenzeit bereits von Bettina Pudschun eingesammelt, mitgenommen und einquartiert. „Ich konnte doch nicht einfach drübersteigen“, betonte sie, als sie dem Nordkurier erstmals von dem Fund berichtete. Über die Zeitung wollte die sechsfache Oma „ein Kind glücklich machen“, indem diese den Besitzer ausfindig macht. Gesagt getan. Und kaum war der Artikel erschienen, meldete sich Annett Bugs in der Redaktion. „Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als ich die Zeitung aufschlug und das Bild vom Affen sah“, erzählte sie danach noch immer sichtlich gerührt. Am Donnerstag trafen sich Bettina Pudschun und Finn Oskar nach der Nordkurier-Vermittlung am Ihlenpool zur Übergabe. Letzterer hatte seine Oma und seine Uroma mitgebracht. „Ich konnte den Affen bislang ja noch nicht einmal kennenlernen“, sagte die Uroma grinsend in Richtung Stofftier.

Oma Anett wandte sich an diesem Nachmittag hingegen vermehrt in die Richtung ihrer „Oma-Kollegin“, wie sie sagt. „Das ist die Generation, die den Wert noch erkennt“, gab sie dankbar an. „Das hätten sicherlich nicht viele gemacht.“ Neben der Affen-Retterin stand natürlich der kleine Finn Oskar im Mittelpunkt, der die Szenerie zwischen badenden Enden, spazierenden Hunden und wiedergekehrtem Affen aufmerksam vom Arm seiner Oma aus verfolgte. Ein aufregender Nachmittag für den kleinen Kerl, der schnieke mit Schiebermütze und passendem Hemd daherkam. Aber auch für Bettina Pudschun. „Ziel erreicht“, nickt sie anerkennend. Das Kind ist wieder glücklich. Und kann jetzt samt Oma auch wieder dem Urgroßonkel unter die Augen treten. „Wir haben ihm noch gar nicht erzählt, dass sein Geschenk verloren gegangen ist“, sagte Annett Bugs verlegen. Doch jetzt, wo wieder alles gut sei, werde ihm alles gestanden, fügte sie hinzu. Bettina Pudschun sei Dank. Und der kleine Finn Oskar brauchte nicht lange, um, sein Stofftier wieder ins Herz zu schließen. Kaum war die Übergabe beendet, schlief er in seiner Karre ein. Den Affen fest in seinen kleinen Armen haltend.

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Kommentare (2)

Das erste Sommerloch geschlossen. Ich fands super. Viel Spaß mit dem Tier.

Ich wünsche Finn viel Glück und dass er nicht so ein asoziales Arschloch wie seine Genspender wird: ne Eizellenspenderin, die ohne Rücksicht auf Verluste mit vergebenen Männern in die Kiste springt und nen Samenspender, der die Frau, mit der er zusammen ist und vorgibt zu lieben, monatelang belügt und betrügt und nicht mal die Eier in der Hose hat die Wahrheit zu sagt! So viel zu Ehrlichkeit und Wahrheit...