Unsere Themenseiten

:

Haus in Altentreptow eingestürzt

Die Trümmr lagen bis auf die Straße.
Die Trümmr lagen bis auf die Straße.
Anke Brauns

Dieses Weihnachtsfest wollen die Eigentümer der Hospitalstraße 2 am liebsten vergessen. Am Heiligabend stürzte ein Giebel des Hauses ein, das sie sanieren wollten. Aus Sicherheitsgründen musste auch der Rest weitgehend abgerissen werden.

In Altentreptow ist am Heiligabend kurz vor 7 Uhr ein unbewohntes Haus eingestürzt. Das Unglück ereignete sich in der Hospitalstraße. Das seit Jahren leer stehende Gebäude, dessen Giebel am Morgen eingestürzt war, musste bis auf einen kleinen Teil des Erdgeschosses abgerissen werden. Zwar wurden Gehweg und Straße beräumt, aber die Stadt will die Sperrung der Straße frühestens Anfang kommender Woche wieder aufheben.

Der Abgang kam jedenfalls wie aus heiterem Himmel. Silvio Plötz fuhr am Morgen des 24. gegen zehn vor sieben nach dem Brötchenholen mit seinem Auto durch die Hospitalstraße. Er habe laut „Last Christmas“ gehört und dachte zunächst, die eigenartigen Geräusche kämen aus dem Radio, erzählte er. „Hinter mir rutschte der Giebel runter und bis auf die Straße. Mir haben vielleicht die Hände gezittert“, sagte er. Zum Glück ist jedoch niemand zu Schaden gekommen. Die Treptower Feuerwehr, die bis zum Nachmittag am Einsatzort war, forderte zwar zur Sicherheit die Rettungshundestaffel an. Aber die zwei Vierbeiner, die auf den Trümmern und in den Räumen des Hauses suchten, fanden keine Hinweise auf Menschen.

Für Holger Dauwitz und seinen Sohn, der das Haus erst vor wenigen Monaten gekauft hat, ist das ein harter Schlag. Er habe zwar gesehen, dass manche Balken morsch sind, er habe zur Sicherheit auch schon Anker eingezogen, berichtete der Teterower, der in Altentreptow geboren und aufgewachsen ist. Aber dass die Substanz so schlecht ist, ahnte er nicht. „Wir wollten das Haus sanieren und Mietwohnungen reinbauen“, sagte er. Jede Menge Arbeit steckte schon drin, das Gebäude wurde entkernt und Baumaterial gekauft. Alles umsonst.