Neubrandenburg

Historische Bibliothek kehrt zurück

Bisher waren die historischen Werke in einem Depot in Rostock aufbewahrt. Jetzt werden sie für die Öffentlichkeit zugänglich.
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Druck aus der Kirchenbibliothek Neubrandenburg, Einband mit dem Wappen des Heiligen Römischen Reiches von Steffan Rabe, Wittenberg, Wirkungszeit 2. Hälfte 16. Jahrhunderts
Druck aus der Kirchenbibliothek Neubrandenburg, Einband mit dem Wappen des Heiligen Römischen Reiches von Steffan Rabe, Wittenberg, Wirkungszeit 2. Hälfte 16. Jahrhunderts Universitätsbibliothek Rostock
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Zwei herausragende Kirchenbibliotheken mit Wurzeln im Mittelalter und in der Reformationszeit kehren in diesen Tagen in ihre Heimatregion zurück: die Kirchenbibliotheken von St. Marien Neubrandenburg und der Nachbarstadt Altentreptow. Das teilte die Stadtverwaltung Neubrandenburg mit.

Die Universitätsbibliothek Rostock führt gemeinsam mit der Nordkirchenbibliothek ein Projekt zur Erhebung des Zustands des reichen Bibliothekserbes in Mecklenburg und Vorpommern durch. Das Projekt wird maßgeblich von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert und hat das Ziel, kirchliche Buchbestände nach Möglichkeit in ihrem regionalen Kontext benutzbar und erlebbar zu machen. Die Arbeiten werden außerdem vom Bildungsministerium gefördert.

Trotz der Zerstörung der Stadt und der Kirche überlebte die Kirchenbibliothek den Zweiten Weltkrieg unversehrt. Weil geeignete Aufbewahrungsmöglichkeiten vor Ort bisher fehlten, wurde sie seit den 1970er Jahren in einem Depot der Landeskirche in Rostock kaum zugänglich aufbewahrt. Mit der Sanierung der Bibliothek in Neubrandenburg kehrt die Kirchenbibliothek an ihren Entstehungsort zurück. Die Originale werden künftig im gemeinsamen Lesesaal der Regionalbibliothek und des Stadtarchivs Neubrandenburg sowohl für interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch für Forscherinnen und Forscher aus aller Welt zugänglich sein.