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Hitze macht Busfahrern zu schaffen

Arbeitsplatz hinterm Steuer und keine Klimaanlage: Ein Stadtbusfahrer klagt über Temperaturen von über 50 Grad an heißen Tagen. In neuen Bussen integrieren die Stadtwerke Umluftsysteme, um Hitze für die Fahrer erträglicher zu machen.

Neubrandenburg. Wer in diesen Tagen viel mit dem Auto unterwegs ist, weiß eine Klimaanlage besonders zu schätzen. Befindet sich der Arbeitsplatz hinterm Steuer, sind erträgliche Temperaturen besonders wichtig - aber nicht immer möglich. Gegenüber einem Leser beklagte sich vor wenigen Tagen ein Stadtbusfahrer der Stadtwerke über Temperaturen von bis zu 56 Grad Celsius an seinem Arbeitsplatz. In anderen Städten des Landes gebe es in allen Bussen Klimaanlagen, in den Neubrandenburger Stadtbussen seien sie ausgebaut worden, um Kraftstoff und Wartungskosten zu sparen, behauptete er. Das weist Stadtwerke-Sprecherin Anja Hünemörder zurück. Zu keinem Zeitpunkt seien Klimaanlagen ausgebaut worden, es sei aber richtig, dass die 29 Stadtbusse nicht über die Anlagen verfügen. In die neuen Busse werde jedoch ein so genanntes Fahrerarbeitsplatz-Umluftsystem integriert.

Mit dem Thema Klimaanlagen haben sich nach Anja Hünemörders Angaben vor einiger Zeit die Kollegen im Stadtbusverkehr beschäftigt. „Im Ergebnis wurde die gemeinsame Entscheidung getroffen, auf den Einbau von Klimaanlagen zu verzichten“, sagt sie. Das habe unter anderem den Grund, dass durch das ständige Öffnen der Türen beim Stopp der Kühlungseffekt schnell verfliegen würde. Außerdem seien Kosten ein wesentlicher Faktor im Personennahverkehr. Eine Klimaanlage für einen Gelenkbus koste etwa 13 000 Euro.

Diese Diskussion führen andere Unternehmen im Land auch und eine Klimaanlage im Stadtbus ist keineswegs überall Standard.