Zusammenarbeit

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Hochschule hilft Forschern aus Misere

Mit dem Projekt "regionale Küche" hat das ZLT zuletzt viel Aufmerksamkeit bekommen. Mehrere Spitzenköche des Landes stellten ihre Interpretation der neuen Mecklenburgischen Küche vor. 
Mit dem Projekt "regionale Küche" hat das ZLT zuletzt viel Aufmerksamkeit bekommen. Mehrere Spitzenköche des Landes stellten ihre Interpretation der neuen Mecklenburgischen Küche vor. 
Ingmar Nehls

Das Zentrum für Lebensmitteltechnologie und die Hochschule Neubrandenburg rücken enger zusammen. Mit der Kooperation soll die Forschung neuen Schwung bekommen.

Dieser Schulterschluss soll dem finanziell angeschlagenen Zentrum für Lebensmitteltechnologie (ZLT) wieder auf die Beine helfen. Im Bereich der Forschung bekommt das ZLT jetzt Unterstützung von der Hochschule. Gemeinsam betreiben sie ein Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie. Das hat den Status einer wissenschaftlichen Einrichtung, ein so genanntes An-Institut. 

Während die Geschäftsfelder Wirtschaftsberatung und Vermietung zuverlässig Geld in die Kassen des ZLTs spülten, war der Bereich Forschung bisher ein Sorgenkind. Denn bei Forschungsprojekten gibt es immer ein hohes Risiko, dass das, was man vorhat, doch nicht klappt. Den Schaden hatte bisher dann das ZLT, das mit Technik und Personal in Vorleistung gegangen ist. Das wiederum hat den städtischen Haushalt belastet. Die Stadt ist zusammen mit der Hochschule Gesellschafter des ZLT.

Ziel sind schwarze Zahlen

Durch die Vereinbarung, die Forschung mit der Hochschule gemeinsam zu machen und eine gemeinnützige, wissenschaftsorientierte Fördereinrichtung zu gründen, könnte der bisher defizitäre Forschungsbereich in die schwarzen Zahlen gebracht werden. Ein erster Schritt war es, das ZLT von einer GmbH zu einer gemeinnützigen GmbH zu machen. Mit der Kooperation soll es jetzt möglich werden, Projekte zu 100 Prozent fördern zu lassen,  kostendeckend, ohne Zuschussfinanzierungen.

Die Vereinbarung wurde am Mittwoch bereits vom  Akademischen Senat der Hochschule einstimmig abgenickt. Jetzt muss die Stadt noch zustimmen.