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Neubrandenburg

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Hochschule plant Pfand für Coffee-to-go-Becher

Ein Pfandsystem für Kaffee-Becher wie Greifswald könnte bald auch in Neubrandenburg Realtität werden.
Ein Pfandsystem für Kaffee-Becher wie Greifswald könnte bald auch in Neubrandenburg Realtität werden.
Mohssen Assanimoghaddam

In Greifswald schon umgesetzt, an der Hochschule Neubrandenburg in Planung. In der Viertorestadt sollen bald weniger Einwegbecher für Kaffee ausgegeben werden.

Die Eindämmung der Flut an Einwegbechern für Kaffee zum Mitnehmen treibt auch die Hochschule Neubrandenburg um. „Ein Pfandbecher-System ist bei uns längst im Gespräch, denn es ist nicht zu übersehen, dass in unserer Hochschul-Cafeteria neben dem normalen Geschirr im Schnitt pro Tag 350 bis 400 Wegwerf-Kaffeebecher ausgegeben werden“, sagte Hochschulsprecherin Christine Manthe auf Anfrage dem Nordkurier.

Einige Studierende und Hochschulangehörige brächten durchaus auch schon ihre eigene Tasse oder ein Behältnis zum Befüllen mit. Doch die Hochschule will noch mehr tun in Sachen Mullvermeidung. „Wir haben bisher gemeinsam mit unserem Mensa-Leiter über ein gemeinsames hochschuleigenes Pfandsystem nachgedacht und Angebote mehrerer Anbieter dafür eingeholt“, erläuterte Manthe den derzeitigen Sachstand. Die Idee ist, in einer Testphase mit vorerst 200 oder 300 Pfandbechern „in unserer Cafeteria zu starten und zu schauen, wie das angenommen wird“.

Greifswald hat schon ein Pfandsystem

Das Thema Coffee-to-go-Becher beschäftigt auch die Stadt: „Das Thema ist auch im Rathaus bereits angesprochen worden“, sagte Stadtsprecherin Anett Seidel. Ein fertiges Projekt wie in Greifswald gebe es aber nicht. Die Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt will das Thema eventuell noch im Herbst aufs Tableau heben.

Die Hansestadt Greifswald hat zur Vermeidung von Einweg-Kaffeebechern ein Pfandsystem eingeführt und setzt dafür auf das Modell des Anbieters Recup, der eigenen Angaben zufolge in 17 Städten inzwischen ein Pfandsystem mit Bechern im jeweiligen Stadtdesign betreibt. Kaffeetrinker müssen beim Kauf eine Pfandgebühr von einem Euro zahlen und bekommen das Geld zurück, wenn sie den Becher bei einem an dem System beteiligten Händler wieder abgeben.