AUFWANDSENTSCHäDIGUNG BESCHLOSSEN

Höchstsatz für den Bürgermeister

Weil es immer schwieriger wird, Bürger für das Ehrenamt in Kommunalvertretung zu gewinnen, wurden die Entschädigungssätze angehoben.
Christina Weinreich Christina Weinreich
Der Schriftzug "Finanzen" steht in Berlin am Bundesministerium der Finanzen. Doch um Geld geht es auch auf der unteren Ebene des Gemeinwesen, den Gemeinden.
Der Schriftzug "Finanzen" steht in Berlin am Bundesministerium der Finanzen. Doch um Geld geht es auch auf der unteren Ebene des Gemeinwesen, den Gemeinden. Ole Spata
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Altenhagen.

Auch wenn Gemeindevertreter ehrenamtlich unterwegs sind, ganz umsonst agieren sie nicht. Die Höhe ihres Salärs bestimmt die Entschädigungsverordnung für ehrenamtlich Tätige. Danach erhält der Bürgermeister im Monat den höchsten Betrag, auf seinen Schultern ruht schließlich die meiste Verantwortung.

Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Einwohnerstärke. Bis 500 pro Gemeinde stehen dem Bürgermeister beispielsweise 420 Euro als Höchstsatz zu, bei 1000 Einwohnern sind es 700 Euro. Da es immer schwieriger wird, Bürger für das Ehrenamt in der Kommune zu gewinnen, sind die Entschädigungshöchstsätze im vergangenen Jahr etwas angehoben worden. Doch müssen die Gemeindevertreter dem nicht zustimmen, sie können auch den niedrigeren Empfehlungen folgen.

420 Euro durchaus "angemessen"

In der Gemeinde Altenhagen machten die Gewählten von allem Gebrauch. So fand Bürgermeister Heiko Röhrdanz den Höchstsatz von 420 Euro für den Bürgermeisterjob als durchaus angemessen. „Ich habe Aufwendungen, allein was ich an Fahrgeld brauche. Ich glaube, unser Haushalt gibt das her.“ Seine Vorgängerin hatte bislang exakt 337,45 Euro bekommen. Die beiden Stellvertreter Martin Wegener und Hartmut Krien, ihnen stehen laut Verordnung erstmals 84 bzw. 42 Euro zu, bislang gab es für diese Posten gar nichts, lehnten die Entschädigung ab und übten sich stattdessen im Verzicht. „Weil es der Haushalt nicht hergibt“, wie Wegener begründete. Wenn er sehe, welche Klimmzüge die Gemeinde machen müssen, um ihr Sommerfest finanziell auf die Beine stellen zu können, dann stünde seine Entschädigung in keinem Verhältnis dazu. Dafür bekommen alle Gemeindevertreter etwas mehr Sitzungsgeld. Sie votierten übereinstimmend für einen Anstieg um fünf auf 30 Euro.

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