HAUSHALT

Höhere Hundesteuer in Sicht

Hundebesitzer müssen ab 2021 voraussichtlich tiefer in die Tasche greifen. Mitte Dezember entscheidet die Stadtvertretung in Altentreptow. Ein Zusatz ist zudem für die Steuerbefreiung geplant.
Ab dem kommenden Jahr soll sich die Hundesteuer ändern. In Sachen Steuerbefreiung ist eine kleine Ergänzung geplant.
Ab dem kommenden Jahr soll sich die Hundesteuer ändern. In Sachen Steuerbefreiung ist eine kleine Ergänzung geplant. Carsten Rehder
Altentreptow ·

Eine Ausgabe fällt für Hundehalter in Altentreptow ab dem kommenden Jahr voraussichtlich anders aus. Mit der neuen Hundesteuersatzung soll die Abgabe für den besten Freund des Menschen steigen. Im vergangenen Hauptausschuss etwa lag die Vorlage jüngst vor.

Die Erhöhung kommt im Zuge des Haushaltssicherungskonzepts der Stadt für die Haushaltsjahre 2020 bis 2023, welches die Stadtvertretung im Oktober beschlossen hat (der Nordkurier berichtete). So, wie darin die Anpassung der Hundesteuer bereits zusammengefasst war, soll es nun auch kommen. Sprich: Je Kategorie kommen 20 Euro dazu.

Stadtvertretung entscheidet endgültig am 15. Dezember

Mit der geplanten Änderung würde die Steuer für den ersten Hund von 50 Euro auf 70 Euro steigen. Für einen Zweithund würden statt 60 Euro sogar 80 Euro anfallen und für jeden weiteren Vierbeiner stehen statt zuvor 70 Euro dann 90 Euro auf der Steuerrechnung. Unterm Strich ergibt das laut Haushaltssicherungskonzept rund 30 000 Euro für die Stadtkasse, etwa 8000 Euro mehr als vorher.

Die finale Zustimmung steht noch aus. „Hauptausschuss und Finanzausschuss waren einstimmig dafür, ohne große Diskussion“, informiert Treptows zweite Stadträtin Silvana Knebler. Am 15. Dezember entscheidet die Stadtvertretung – getagt wird voraussichtlich wieder im Reutersaal – unter anderem über diese neue Hundesteuersatzung. Zum 1. Januar 2021 würde sie dann in Kraft treten.

Allerdings ist es nicht die einzige Anpassung der noch bestehenden Satzung, denn für das Papier ist noch eine weitere Änderung geplant. Diese erweitert den Bereich Steuerbefreiung. Sie betrifft Hunde aus dem Tierheim, die nicht mehr viel Zeit auf ihrer Lebensuhr übrig haben.

Wenn das Tierheim diese Tiere an Familien gibt, damit sie noch einen schönen Lebensabend haben – quasi das Gnadenbrot bekommen – soll keine Hundesteuer anfallen, informiert Silvana Knebler. Der Rest der Satzung bleibe ansonsten so wie die alte.

Hundekot auf den Straßen bleibt ein großes Problem

Ermäßigung gibt es demnach weiterhin, zum Beispiel für Hunde, die gezielt Gebäude oder landwirtschaftliche Gehöfte bewachen sollen. Oder Hunde von Artisten und Schaustellern, so die Vierbeiner für die Berufsausübung der Halter nötig sind. Steuerfrei sind etwa Blindenbegleithunde, Sanitäts- und Rettungshunde oder Tiere, die im Besitz des Tierheims und an eine Pflegestelle vergeben sind. Ein Problem spricht die Beschlussvorlage zur Hundesteuersatzung ganz konkret an: Hundekot auf den Straßen. „Trotz Aufstellung von Behältnissen für die Entsorgung der Hinterlassenschaften der Vierbeiner ist die Verunreinigung im Stadtgebiet sehr hoch.“

Dabei sind Hundebesitzer in der Pflicht, sich um die Häufchen zu kümmern. Dies nicht zu tun, ist laut Ordnungsamt sogar eine Ordnungswidrigkeit, die einen ertappten Hundebesitzer unter Umständen ein dreistelliges Bußgeld kosten kann (der Nordkurier berichtete).

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