INVESTOR WEBER GIBT AB

Neuwoges übernimmt Hotel-Projekt in Neubrandenburg

Das städtische Unternehmen will an der Poststraße nicht nur die Pläne von Investor Günther Weber aufgreifen, sondern auch etwa 40 Wohnungen bauen.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Das Hotelprojekt an der Poststraße liegt schon längere Zeit brach.
Das Hotelprojekt an der Poststraße liegt schon längere Zeit brach. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

In die Pläne für einen Hotelneubau in der Neubrandenburger Innenstadt kommt wieder Bewegung. Das schon längere Zeit brach liegende Projekt an der Poststraße soll jetzt mit Hilfe der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft Neuwoges verwirklicht werden, bestätigt Oberbürgermeister Silvio Witt. Darauf habe sich die Stadt mit dem Grundstückseigentümer Günther Weber verständigt.

Stadt arbeitet am Bebauungsplan

Im hinteren Teil der Baufläche sollen etwa 40 neue Wohnungen entstehen. Für das Hotel-Projekt sollen die bereits durch Weber vorbereiteten Gespräche mit interessierten Investoren intensiviert werden. „Damit sind wir mit den Plänen zu einem Hotelneubau in der Innenstadt einen großen Schritt vorangekommen“, sagt Witt. In der Verwaltung werde unterdessen am Bebauungsplan gearbeitet, um eine reibungslose Umsetzung zu ermöglichen. Ziel ist es Witt zufolge, alle planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, dass 2020 an Hotel und Wohnungen gebaut werden kann. Über die erforderlichen Beschlüsse soll die Stadtvertretung am 24. Oktober befinden.

Neuwoges: Hotelprojekt gut vorbereitet

Neuwoges-Geschäftsführer Frank Benischke bekundet Vorfreude „auf die Aufgabe, an diesem attraktiven Standort das gut vorbereitete Hotelprojekt weiterzuführen und zusätzlich etwa 40 neue Wohnungen errichten zu können“. Gemeinsam mit der Stadt wolle das Wohnungsunternehmen damit die touristische und wirtschaftliche Attraktivität der Innenstadt stärken.

Maschinenbau-Unternehmer Günther Weber hatte 2015 angekündigt, auf dem Gelände ein Vier-Sterne-Hotel bauen zu wollen. Angesichts langwieriger archäologischer Grabungen, vieler Diskussionen um das benachbarte Mahnmal der einstigen Synagoge und bürokratischer Hürden zog er sich jedoch allmählich von dem Vorhaben zurück. Seit der Schließung und dem Abriss des Radisson-Hotels am Marktplatz fehlt somit eine würdige Beherbergungsstätte im Stadtzentrum.

Weber Maschinenbau erweitert

Die Weber Maschinenbau GmbH indessen bekennt sich ausdrücklich zum Standort Neubrandenburg. So sollen mit einer Investition von rund 3,9 Millionen Euro etwa 2200 Quadratmeter zusätzliche Hallenflächen auf dem Datzeberg entstehen. Bis 2021 will das Unternehmen zudem 3,3 Millionen Euro in die Modernisierung der Technik unter anderem in Laserautomation investieren.

 

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Kommentare (6)

Nur die Frage für wen. In einem bin ich mir aber Sicher Sozialwohnungen werden es Garantiert nicht. Und warum muss eine Kommunales Wohnungsunternehmen Wohnugen im luxussegment bauen. Dafür sind private besser geeignet. Oder hat die Stadt wiedermal vorschnell gehandelt als es um den Abriss des ALTEN Hotels ging. Gleichzeitig haben wir jetzt auch den Grund für die Mieterhöhungen.

Nun also auch noch in der Hotelbranche. Die neuwoges mutiert zu einem Allround Unternehmen ganz wie Stadtvertreter es wollen. Immer wenn etwas aus der Verwaltung scheitert springt die neuwoges ein. Und die Zeche zahlen die Mieter der neuwoges. So kann es nicht weitergehen wo bleibt die Komunalaufsicht.

und subventionieren Hotelbau - die Bürger der Stadt Neubrandenburg danken euch.

... vielleicht hätte man auch einfach mal darüber nachdenken können, den vielen Kindern des gegenüberliegenden Horthauses einen schöne Spielfläche zur Verfügung zu stellen??!! Auch Kinder haben Rechte... nicht nur zahlende Mieter.

Sie scheinen ja mehr als die Stadtvertreter zu wissen. Über die Willensbekundung der Neuwoges hinaus ist noch nichts passiert.
Keine Beschlüsse der Stadtvertretung , keine Beschlussfassung des Aufsichtsrates der Neuwoges.

Werden Sie doch mal konkret. Wollen Sie ein Hotel in der Innenstadt oder nicht ?
Nirgends steht, dass die Neuwoges dieses auch betreiben möchte. Bauen und dann an einen Betreiber verkaufen oder als Gewerbeimmobilie dauerhaft vermieten. Da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten.

PS : Es ist völlig normal das Städte über ihre Firmenbeteiligungen die Städte entwickeln.
Vielleicht wäre es so langsam mal Zeit aus der Schmollecke über die verlorene Wahl heraus zu kommen und in konkrete Diskussionen einzutreten.

In der Innenstadt brachen wir eigentlich keine Hotel mehr da genügend in der Umgebung vorhanden sind. Sicherlich sind Wohnungen oder wie hier auch genannt ein Spielplatz mit Park vielleicht auch schön. Im übrigen ist mir das Wahlergebnis sowas von egal. Nur man kennt doch klüngelei unter den Parteien. Letztendlich sollte ein kommunales Unternehmen nur wichtige Aufgaben erfüllen die mit Sicherheit nicht in Privater Hand gehören, Strom, Wasserversorgung, sozialer Wohnungsbau usw. Mit Sicherheit nicht die Betreibung des VZN Tierheim usw. Der festen Überzeugung bin ich das die Fraktionen von Vorhaben der neuwoges Wissen, so dumm wird Benischke nicht sein.