Schreckliche Entdeckung

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Hund verendet in der Nähe des Neubrandenburger Tierheims

Als dieser kleine Hund in Neubrandenburg an der Bergstraße gefunden wurde, war er schon tot. Dabei hätte er 50 Meter weiter im Tierheim abgegeben werden können.
Als dieser kleine Hund in Neubrandenburg an der Bergstraße gefunden wurde, war er schon tot. Dabei hätte er 50 Meter weiter im Tierheim abgegeben werden können.
Tierheim Neubrandenburg

Ein junger Terrier-Mischling, der an einen Pfahl gebunden war, ist tot in Neubrandenburg gefunden worden. Bei der Suche nach dem Besitzer hilft den Behörden eine Steuermarke.

Wie grausam können denn Menschen sein? Diese Frage stellen sich gerade nicht nur die Mitarbeiter des städtischen Tierheims in Neubrandenburg. Denn ganz in der Nähe der Tierschutzeinrichtung in der Bergstraße ist am Wochenende ein kleiner Hund tot aufgefunden worden, berichtet Guntram Prohaska, Geschäftsführer des Sozial- und Jugendzentrums Hinterste Mühle, das das Tierheim im Auftrag der Stadt betreibt. Am Sonntagmorgen habe jemand am Tor des Tierheims geklingelt und mitgeteilt, dass nur gut 50 Meter entfernt ein Hund an einen Mast gefesselt sei und unbeweglich im Laub liege. Der Tierheim-Mitarbeiter, der Dienst hatte, eilte hinzu, doch dem Terrier-Mischling, dem das Maul mit einer Schlaufe zugebunden wurde, war nicht mehr zu helfen. Das ganz offensichtlich unterernährte Tier war schon tot.

Ob es an Unterernährung gestorben oder erfroren ist, darüber wollen die Tierheim-Leute gar nicht spekulieren. „Auf alle Fälle ist es eine Sauerei“, schimpft Prohaska. Denn natürlich hätte der Hund im Tierheim, das nur wenige Meter entfernt ist, abgegeben werden können. Nach der traurigen Entdeckung informierten die Finder unter anderem das Ordnungsamt der Stadt und das Veterinäramt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Beide Ämter haben den Fall inzwischen auch an die Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg weitergeleitet.

Zum Tier gehörender Haushalt bereits ermittelt

Das tote Tier wurde zwar von einer Amtstierärztin untersucht, doch über eine mögliche Todesursache will man im Veterinäramt der Kreisverwaltung nicht spekulieren. Auch bei Angaben zum Alter des Tieres hält man sich zurück, es handele sich dem Anschein nach aber um einen jungen Hund. Der Kadaver sei ans Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) Mecklenburg-Vorpommern in Rostock geschickt worden, so Amtsleiter Dr. Guntram Wagner. Dort werde jetzt ein pathologisches Gutachten erstellt, das Aufschluss über den Hund und die seines Umstände des Todes geben soll.

Die mit dem Fall befassten Ämter haben sich derweil schon auf die Suche nach dem Besitzer des Terrier-Mischlings gemacht. Denn das verendete Tier hatte eine Steuermarke der Stadt Prenzlau am Hals. In der uckermärkischen Kreisstadt konnte man anhand der Nummer ermittelt, in welchen Haushalt der Hund gehört. Der Name wurde den Behörden in Neubrandenburg übermittelt. Guntram Wagner spricht trotzdem von einem „dubiosen Fall“, denn dass ein Hund angebunden und dem Tod preisgegeben wird, dessen Herkunft so offen nachvollziehbar ist, habe das Veterinäramt bisher nicht erlebt.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Fund einer verwesten Hundeleiche in einem Wald bei Ueckermünde für Aufsehen gesorgt. Bisher ist nicht klar, wem der Hund gehört und wie er ums Leben gekommen war.

Kommentare (5)

Das kann nur heissen, jeder Hundehalter der beim Amt seinen Hund abmeldet, wegen Erstattung der Hundesteuer, eine Bescheinigung vom Tierarzt (eine Art Totenschein) vorlegen muß! Das geht natürlich nur,, wenn Hund ordnungsgemäß angemeldet war. Damit das auch geschieht, ist es Sache des Ordnungsamtes dafür Sorge zu tragen, daß alle,alle Hunde angemeldet sind. Notfalls müssen dafür Überstunden gemacht werden, bzw . am Wochenende Streife gelaufen, gefahren etc. werden. Bei Verkauf des Hundes (oder verschenken) sind ebenfalls entsprechende, glaubhafte Nachweise vorzulegen. Zum Beispiel die Anmeldebestätigung des Ordnungsamtes, des neuen Hundehalters. Wer die Kosten dafür insgesamt nicht aufbringen kann, kann eben keinen Hund halten. Hoffentlich geht's dem Hundehalter in Prenzlau strafrechtlich ordentlich ans Fell.

Das Tierheim Neubrandenburg ist ein nur für Tiere der Stadt Neubrandenburg und der umliegenden Orte die zur Stadt gehören zuständig doch dies würden die Bürger der Stadt in dieser Situation nicht verstehen wollen. Was glauben Sie warum der Hund in der Nähe des Tierheimes gefunden wurde? Kein Tierheim war bereit den Hund als Abgabehund aufzunehmen, dass Tierheim Neubrandenburg hat rechtlich völlig korrekt gehandelt, wo würden wir in Neubrandenburg denn auch landen wenn jeder Bürger aus Deutschland das Recht hätte seinen Hund im Tierheim Neubrandenburg abzugeben! Also ich finde Herr Prohaska sollte sich seine Krokodilstränen sparen, weil diese einfach geheuchelt sind. Es ist eine sehr schlimme Geschichte die hier passiert ist, aber bitte bleiben Sie bei der Wahrheit! Kurt Kadow Vorsitzender des Tierschutzvereins Neubrandenburg

Hallo Herr Kadow, vertsehe ich ihre Aussage richtig, dass versucht wude den Hund im Tierheim abzugeben bevor er an den Pfahl angebunden wurde ? Besten Gruß, Martin Weinmann

Ja richtig, die Dame hat versucht den Hund im Neubrandenburger Tierheim abzugeben, Neubrandenburg und aber auch andere Tierheime nehmen keine Hunde aus anderen Orten auf! Leider! Mich stört dann nur, dass man jetzt so tut, als wenn der Hund selbstverständlich aufgenommen worden wäre. Versuche Sie doch mal einen Hund oder eine Katze von außerhalb im Tierheim abzugeben.

Richtigstellung des Tierheims Neubrandenburg zu den Meinungen im Netz: Es wurde zu keiner Zeit versucht, bei einem Mitarbeiter des Tierheims Neubrandenburg diesen Hund abzugeben.