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Hunde in Neubrandenburg sollen mehr Platz zum Toben bekommen

Öffentlicher Platz zum Toben und Spielen ist für Hunde in Neubrandenburg recht rar gesät. Das soll sich nun ändern. Druck machte eine Bürgerinitiative.
Die Stadt prüft neue Hundefreilaufflächen in Neubrandenburg.
Die Stadt prüft neue Hundefreilaufflächen in Neubrandenburg. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Hunde in Neubrandenburg sollen mehr Platz bekommen, um ohne Leine toben können. Die Stadtverwaltung bestätigte dem Nordkurier auf Anfrage, dass ein Bauantrag für eine neue Hundefreilauffläche gestellt wurde. „Im Birkengrund direkt am Mühlendamm wollen wir dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nachkommen und eine Fläche einzäunen, die dann als Freilauffläche genutzt werden kann“, sagte Rathaussprecherin Anett Seidel.

Kosten der Hundeflächen müssen stimmen

Derzeit werden laut Stadt Kostenvoranschläge eingeholt, und auch die naturschutzrechtliche Genehmigung steht noch aus. An der bestehenden Hundeauslauffläche am Reitbahnweg, die direkt an Bahngleisen liegt, soll nachgebessert werden. Dort soll die Fläche nach dem Wunsch von Hundehaltern eingezäunt werden. „Auch dem wollen wir vorbehaltlich der Finanzierbarkeit nachkommen“, sagte Anett Seidel.

Unterhalb vom Datzeberg gebe es ebenfalls ein Gelände, das im nächsten Jahr mit einem Zaun versehen als Hundefreilauffläche zur Verfügung gestellt werden könnte. Auch dieses Vorhaben sei abhängig von der Finanzierbarkeit. „Wir sind dabei immer im Gespräch mit den Bürgern, die sich für die Hundefreilaufflächen einsetzen“, sagte die Sprecherin.

Bürgerinitiative kämpft für die Hunde in Neubrandenburg

Im vergangenen Jahr hatten Hundefreunde eine „Bürgerinitiative Hundefreilauffläche“ ins Leben gerufen. Im September 2019 übergaben sie an Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) eine umfangreiche Unterschriftensammlung mit dem Wunsch nach mehr Freilauffläche für die über 3000 Hunde in der Stadt.

In der Innenstadt sowie auf den meisten Grünflächen der Stadt gilt ein genereller Leinenzwang für die Vierbeiner, große Tiere mit einer Schulterhöhe von mehr als 40 Zentimetern müssen auch in vielen anderen Teilen Neubrandenburgs grundsätzlich an der Leine geführt werden. Hundeauslaufplätze finden sich am Reitbahnsee sowie auf dem Datzeberg, einen ausgewiesenen Hundestrand gibt es am Augustabad.

Neben den Hundefreilaufflächen am Mühlendamm und am Datzeberg favorisiert die Bürgerinitiative vor allem eine neue Freilauffläche an der Weitiner Straße stadtauswärts hinter der Y-Kreuzung. Auf dem Areal in der Nähe des dortigen Reiterhofs gebe es auch einen Teich, wo eine Bademöglichkeit für Hunde entstehen könnte, sagte der Ratsherr und Hundebesitzer Ingo Gille (SPD), der sich in der BI engagiert. Ein weiterer Hundeauslaufplatz wird seiner Darstellung nach an der Mirabellenstraße auf dem Lindenberg geprüft. Um die Kosten für die Stadt in Grenzen zu halten, will die Bürgerinitiative Paten stellen, die sich um die Pflege der Plätze kümmern.

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