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Augustabad

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Neubrandenburg versenkt 600 Tonnen Kies im Tollensesee

Aufschütten, glatt ziehen, weiter. Am Augustabad werden Hunderte Tonnen Kies an den See gefahren und breit gemacht.  
Aufschütten, glatt ziehen, weiter. Am Augustabad werden Hunderte Tonnen Kies an den See gefahren und breit gemacht.
Thomas Beigang

Die Neubrandenburger „Steilküste” am Augustabad des Tollensesees muss wieder begradigt werden. Das zuständige Amt bestreitet aber erneut, dass ein übervoller See dafür verantwortlich ist.

Neuer Mai, altes Spiel. Wie schon in den Wonnemonaten der vergangenen Jahre sind auch jetzt wieder Bagger am Augustabad in Neubrandenburg im Einsatz, um von Wind und Wasser weggespülte Uferkanten des Tollensesees aufzufüllen.

Bestimmt bis Donnerstag, so die Vermutung der beiden Baggerfahrer, haben sie hier zu tun. Rund 600 Tonnen Kies seien bis dahin am Strand wieder versenkt worden. Wie immer um diese Zeit – seit vier Jahren.

Ist der Tollensesee voller als früher?

Früher sei das nicht notwendig gewesen, sagt Schwimmmeisterin Andrea Voß. Dabei haben sich Wind und Strömung doch nicht verändert – wohl aber der Wasserstand. „Der See ist heute voller als früher“, sagt die für die Sicherheit der Badegäste Verantwortliche.

Genau das aber wird vom zuständigen Staatlichen Amt für Umwelt und Natur (Staun) immer wieder bestritten. Um alle Abbrüche auszugleichen, sind rund 10.000 Euro notwendig. Geld, das regelmäßig im See versenkt wird, weil sich das Wasser schließlich alles wiederholt.

Deshalb planen die Verantwortlichen im Rathaus eine dauerhafte, technologische Lösung gegen den Sandabtrag. Doch dafür brauche man nicht nur eine Idee, sondern auch Geld, das frühestens in den Wirtschaftsplan 2019 eingestellt werden könnte, so schon vor Wochen eine Sprecherin der Stadtverwaltung.