URTEIL WEGEN POLIZISTEN-BELEIDIGUNG

"Hurensöhne" kostet richtig Geld

Weil ein 36-jähriger Neubrandenburger über den Besuch von Ordnungshütern genervt war und sie beschimpfte, wird er zur Kasse gebeten.
Das Ausrücken wegen ruhestörenden Lärms gehört für Polizisten auch in Neubrandenburg schon zum Alltag.
Das Ausrücken wegen ruhestörenden Lärms gehört für Polizisten auch in Neubrandenburg schon zum Alltag. Nordkurier
Neubrandenburg.

800 Euro kostet es laut einem Urteil des Neubrandenburger Amtsgerichtes vom Mittwoch, wenn man Polizisten an der Wohnungstür mit den Worten „Verpisst euch, ihr Hurensöhne” wieder wegschicken will. Genau so hatte im Januar ein Neubrandenburger reagiert, als ihn Ordnungshüter zu später Stunde aufsuchen mussten, weil sich Nachbarn über dessen laute Musik beschwert haben. Der 36-Jährige wollte die Polizisten nicht in seine Wihnung lassen. Erst als die Beamten mit der gewaltsamen Öffnung der Tür drohten, gab der Mann nach. Die Polizisten nahmen nicht nur eine Anzeige wegen Beleidigung auf, sondern konfiszierten für die Nacht auch gleich noch die Musikanlage des genervten Mannes – aus Rücksicht auf die in ihrer Ruhe gestörten Nachbarn.

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Kommentare (1)

Es ist schon seltsam, wenn Bürger angezeigt werden, wenn sie Polizisten "beleidigt" haben sollen. Gut offenbar ist hier der Fall anders gelagert, aber seltsam ist es dennoch, das einige Polizisten ein ganz dünnes Fell haben und hinter jeder Bemerkung eine Straftat sehen wollen, wenn aber Polizisten gerade in Neubrandenburg mal wieder "austicken" das wird heruntergespielt, nein das wird nicht so eng gesehen, mittlerweile ist es sehr auffällig und nervig wie Polizisten mittlerweile aus allem eine Beleidigung stricken und ihren offenbar Lieblingstatbestand des angeblichen "Widerstandes" beanzeigen wollen.. Die Polizei sollte sich mal überlegen ob dieses ständig nervige Anzeigen wegen jedem "Scheiss" wirklich förderlich ist für die Akzeptanz zwischen Polizei und Bürger und das die Polizei in MV öfters schikaniert ist auch kein großes Geheimnis.