FREUDE IN NEUBRANDENBURG

Hurra, die Maikäfer leben noch!

Eine Rentnerin aus Neubrandenburg hat auf ihrem Balkon eine wundervolle Entdeckung gemacht. Denn was sie dort finden durfte, hat sie seit Jahrzehnten vermisst.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Marlies Krepelin auf ihrem Balkon in Neubrandenburg – mit ihrem neuen kleinen Freund.
Marlies Krepelin auf ihrem Balkon in Neubrandenburg – mit ihrem neuen kleinen Freund. Thomas Beigang
Hier von ganz dicht: Der Maikäfer auf der Hand von Marlies Krepelin.
Hier von ganz dicht: Der Maikäfer auf der Hand von Marlies Krepelin. Thomas Beigang
Neubrandenburg.

Es gibt sie noch – die Maikäfer. Oder jedenfalls wenigstens einen. Marlies Krepelin aus der Neubrandenburger Oststadt hat beim Blumengießen auf ihrem Balkon ein solches mittlerweile äußerst seltenes Exemplar entdeckt. Und wie früher in Kindertagen hat die Rentnerin das Insekt in eine Schachtel mit Blättern und kleinen Löchern für die Luft gesteckt.

„Ich glaube, ich habe seit 20 Jahren keinen Maikäfer mehr in freier Natur gesehen”, sagt die Frau, als sie ihre Entdeckung ganz schnell dem Nordkurier mitteilt. Natürlich will sie den Maikäfer wieder freilassen. Aber sie hat Angst. Den rings um ihren Balkon und ihr Wohnhaus in der Oststadt schwirren viele Schwalben herum. „Die sollen den Käfer nicht erwischen”, hofft die Neubrandenburgerin.

Viele Jahre waren Maikäfer kaum noch in der Natur zu sehen. Inzwischen sind sie wieder weiter verbreitet. Bereits Ende April sollen zahlreiche Tiere zum Beispiel im Süden Niedersachsens unterwegs gewesen, so der Naturschutzbund (Nabu). Maikäfer-Plagen wie in den 1950er- und ’60-er-Jahren drohen nach Ansicht von Experten aber nicht.

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