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In einem Punkt hatte der TV-Sender RTL in seinem jüngsten Beitrag über die Umgestaltung des Klosterberg-Areals tatsächlich recht behalten. Statt einer Gaststätte tut es auch erstmal ein Imbisswagen am Großen Stein. (Screenshot) Tobias Holtz/TVNOW
Umgestaltung Klosterberg

Imbiss statt Gaststätte am Klosterberg?

Auch wenn das Interessen-bekundungsverfahren für das Ausflugslokal noch bis Ende März läuft, steht jetzt schon fest, dass die Suche nach einem Investor gescheitert ist.
Altentreptow

Der Wunschtraum, am Klosterberg ein neues Restaurant anzusiedeln, scheint endgültig geplatzt zu sein. „Da bis heute keiner Interesse gezeigt hat, gehen wir nicht davon aus, dass sich kurzfristig noch jemand auf unsere Ausschreibung hin meldet“, machte Bürgermeisterin Claudia Ellgoth gegenüber dem Nordkurier deutlich. Stellt sich die Frage, was potenzielle Investoren offensichtlich bislang davon abgehalten hat, sich in Altentreptow niederzulassen. Ist die Zurückhaltung nur auf die unsichere Corona-Situation zurückzuführen oder waren die Auswahlkriterien und Anforderungen an den künftigen Betreiber von der Verwaltung doch zu hoch angesetzt?

Zu lange Laufzeit von 40 Jahren?

Immerhin wurde für die Grundstücksvergabe eine Laufzeit von 40 Jahren vorgeschrieben. „Es gibt wohl kaum jemanden, der über einen so langen Zeitraum in diesem Gewerbe durchhält. Und selbst wenn sich ein Interessent mit einem ansprechenden Konzept findet, muss derjenige erst mal einen Kredit bei der Bank für die Baumaßnahme bekommen. Auch das ist in der heutigen Zeit eine schwierige Herausforderung“, merkte die Inhaberin der Pension Central, Iris Böttcher, während der Einwohnerfragestunde der jüngsten Stadtvertretersitzung an. Stattdessen sollte man die vorhandenen Räumlichkeiten in der Mehrzweckhalle nutzen und dort in Zusammenarbeit mit einer Bäckerei oder einem Gastronomen ein kleines Café einrichten. „Für den Anfang würde es doch ausreichen, nachmittags Kaffee und Kuchen zu verkaufen. Außerdem hätten die Besucher dann auch die Möglichkeit, die sanitären Anlagen zu benutzen“, schlug Böttcher vor. Eine durchaus denkbare Alternative, um bei der angestrebten touristischen Vermarktung des Klosterbergareals ein Stück voranzukommen.

Noch keine konkreten Gespräche mit Gastronomen

Doch wie aus dem Rathaus zu erfahren war, wolle die Verwaltung dem Klosterbergbeirat in dieser Angelegenheit nicht vorgreifen. Die Mitglieder würden sich bereits gedanklich mit einigen alternativen Lösungsmöglichkeiten auseinandersetzen, hieß es. „Wir könnten uns vorstellen, in der warmen Jahreszeit einen Imbisscontainer und zusätzliche Sitzgelegenheiten in der Nähe des Großen Steins aufzustellen, damit gerade Gäste, die von außerhalb kommen, hier vernünftig Rast machen können. Aber das sind bislang nur Überlegungen“, betonte der Vorsitzende Theo Hadrath. Der Beirat würde sich gerade schwerpunktmäßig mit dem Umriss des ehemaligen Klosters beschäftigten, der bis zum Stadtjubiläum sichtbar gemacht werden soll. Für Anfang April sind die ersten Arbeitseinsätze geplant.

Dann ist auch das Osterfest nicht mehr weit, mit dem in Mecklenburg-Vorpommern traditionell die Tourismussaison eingeläutet wird. Touristen, die dann auf ihrer Tour durch die Seenplatte beim Eiszeit-Findling verweilen wollen, müssen aber vorerst weiterhin ihren eigenen prall gefüllten Picknickkorb mitbringen. Denn noch seien keine konkreten Gespräche mit möglichen gastronomischen Unterstützern geführt worden, die in den geplanten Container oder die Mehrzweckhalle einziehen könnten, wie die Rathauschefin klarstellte.

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