Großer Polizeieinsatz

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Hunderte Mitglieder der Bandidos versammeln sich in Neubrandenburg

Das Tragen seiner Kutte mit den verbotenen Symbolen ist diesem Bandido auf dem Vereinsgelände erlaubt.
Das Tragen seiner Kutte mit den verbotenen Symbolen ist diesem Bandido auf dem Vereinsgelände erlaubt.
Felix Gadewolz

Seit Freitag ist die Polizei in und um Neubrandenburg mit einem verstärkten Aufgebot vertreten. Die Bandidos treffen sich in der Stadt. Jetzt zogen die Beamten eine erste Bilanz.

Die Polizeikontrollen in und um Neubrandenburg hielten auch am Samstag weiter an. Das bestätigte eine Sprecherin auf Nordkurier-Nachfrage. Seit Freitag ist ein verstärktes Polizeiaufgebot im Einsatz, weil sich Mitglieder des Motorradclubs Bandidos am Wochenende in Neubrandenburg treffen wollten. Es wurde mit 1000 Teilnehmern gerechnet.

Der Anreiseverkehr ebbte auch am frühen Samstagabend noch nicht ab. Die meisten Anreisenden kamen mit dem Auto, aufgrund der langen Anfahrtswege aus Deutschland und dem Ausland. Aber auch Motorrad-Fahrer seien nach Angaben der Polizei kontrolliert worden.

Kontrollen werden bis in die Nacht hinein fortgesetzt

Durch die verstärkte Überprüfung der Biker war die Sponholzer Straße zwischen dem Abzweig Ravensburger Straße und der Shell-Tankstelle bis in die Nacht hinein gesperrt worden. Zeitweise staute sich der Verkehr dort. Dutzende Personen und Autos standen Schlange. Nach Angaben der Polizei wurden alle Ankommenden kontrolliert. Bis zum späten Abend sei bei den weitaus mehr als 100 Kontrollen nur eine Ordnungswidrigkeit festgestellt worden: ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Ein Messer sei infolge dessen sichergestellt worden.

Die Kontrollen sollten bis in die Nacht hinein fortgesetzt werden. Nach Angaben der Veranstalter waren am frühen Abend rund 30 Prozent der erwarteten Teilnehmer am Clubhaus in der Warliner Straße angekommen. Anlässlich der Feier zum 18. Geburtstag der Bandidos in Deutschland sollte eine Band auf dem Gelände auftreten.

Polizei zieht am Sonntag Bilanz

Wie die Polizei am Sonntag mitgeteilt hat, überwachten 270 Einsatzkräfte das Treffen der Bandidos. Darunter waren auch Beamte des Bundeskriminalamtes und Berater verschiedener Landeskriminalämter.

Sie kontrollierten 939 anreisende Teilnehmer des Treffens sowie 139 Fahrzeuge, wie es am Sonntag hieß. Dabei wurden unter anderem drei Verstöße gegen das Waffengesetz und zwei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert. Drei Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt. Gegen einen Schweden lag ein Haftbefehl vor, weil er eine Geldstrafe nicht bezahlt hatte.

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Kommentare (2)

Kutte oder dem Comic darauf si gefaehrlich dass man es verbieten kann ? Solche martialischen Figuren fibdet man in fast jedem Comicheft !

Jetzt haben sie einen Stein ins rollen gebracht. Nun wird Herr de Maizere in Zusammenarbeit mit den Innenministern der einzelnen Bundesländern ein Verbot von Comicheften prüfen. Ebenso die Überprüfung von Personen mit Tätowierungen ähnlicher Art. Und der Name Speedy Gonzales darf in der Öffentlichkeit nicht mehr ausgesprochen werden.