BUNDESVERGLEICH

Immobilienpreise in der Seenplatte klettern

In den Ballungsgebieten sind die Preise für das Wohnen explodiert. An der Seenplatte wohnt es sich günstiger.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Auf 70 000 Menschen soll die Einwohnerzahl von Neubrandenburg klettern, das hat auch deutliche Auswirkungen auf den Immobilien
Auf 70 000 Menschen soll die Einwohnerzahl von Neubrandenburg klettern, das hat auch deutliche Auswirkungen auf den Immobilienmarkt der Stadt. NK-Archiv
Essen.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte haben sich die Miet- und Kaufpreise für Immobilien in den vergangenen Jahren vergleichsweise moderat entwickelt. Das behauptet zumindest das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI in Essen in einer aktuellen Auswertung deutschlandweiter Daten. Demnach stiegen die Kaufpreise für Einfamilienhäuser zwischen 2008 und 2018 um 11,08 Prozent, die für Wohnungen um 16,76 Prozent. Mieten für Wohnungen erhöhten sich weniger stark, sie legten binnen zehn Jahren um 8,89 Prozent zu.

Ganz anders in Vorpommern-Greifswald

Die Erhebung der Forscher des RWI fußt auf einem Datensatz, bei dem das Wirtschaftsforschungsinstitut nach eigenen Angaben alle seit 2008 auf der Internetplattform ImmobilienScout24 angebotenen Wohnungen und Häuser erfasst hat. Demnach sind im Nachbarkreis Vorpommern-Rügen die Immobilienpreise deutlich stärker nach oben geklettert. Hauskäufer mussten dort im Schnitt fast 38 Prozent mehr hinlegen als noch im Jahr 2008, der Wohnungserwerb verteuerte sich um 27,21 Prozent, Mieter hatten durchschnittlich 10,52 Prozent mehr hinzublättern.

Ein ganz anderes Bild ergibt sich in Vorpommern-Greifswald: Hier verbilligten sich die Mietpreise binnen zehn Jahren um 2,13 Prozent, beim Hauskauf war ein Plus von 5,19 zu verbuchen. Dafür wurden aber die Mieter stärker zur Kasse gebeten. Sie zahlten laut RWI im vergangenen Jahr knapp 14 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor.

Im Bundesdurchschnitt war 2018 laut Erhebung ein Haus 34 Prozent teuer als noch zehn Jahre zuvor, für Wohnungen mussten 61 Prozent mehr bezahlt werden. Demgegenüber steht laut RWI eine Inflationsrate von rund 13 Prozent im gleichen Zeitraum.

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