Corona-Pandemie

Impfen direkt im Dorf bleibt eine Seltenheit

Mit einem eigenen Impftag in Neverin wollen Gemeinde und Landkreis den Menschen den Piks gegen Corona näher bringen. Doch solche Impfangebote bleiben eine Ausnahme.
Im Neveriner „Dörphus“ findet am Sonnabend ein Impftag statt.
Im Neveriner „Dörphus“ findet am Sonnabend ein Impftag statt. privat
Neverin

In der Kreisstadt fast durchgehend, in den Kleinstädten manchmal, auf den Dörfern so gut wie nie. Die Häufigkeit der Impfangebote unterscheidet sich, je ländlicher die Region wird – für Impfwillige auf den Dörfern kann das je nach Wohnort im flächengrößten Landkreis der Republik einige Fahrtzeit bedeuten. Um dem entgegenzuwirken, findet kommenden Sonnabend auch in der 1000-Einwohner-Gemeinde Neverin ein Impftag statt.

Trotz der Nähe zu Neubrandenburg, wo nahezu täglich Impfungen möglich sind. „Je näher das Angebot kommt, desto mehr Hürden werden abgebaut“, sagt Neverins Bürgermeister Nico Klose. Er hatte über das Amt beim Landkreis anfragen lassen, nun werden am Sonnabend direkt im Gemeindezentrum „Dörphus“ die Impfstoffe der Hersteller Biontech, Moderna und Johnson & Johnson angeboten.

Vom Engagement der Gemeinden abhängig

Impfen direkt auf dem Dorf ist im Landkreis eher eine Seltenheit. Wie häufig es das schon gab, kann die Verwaltung auf Anfrage nicht sagen. Generell würden wohnortnahe Impfangebote immer nach Verfügbarkeit der Räumlichkeiten, Impfstoffmengen und des Personals organisiert, teilt eine Sprecherin mit.

So scheint es dem Engagement und der Initiative der Gemeinde selbst überlassen, wenn eigene Impfangebote kommen sollen. In Brunn etwa hatte die Gemeinde bereits im Dezember einen eigenen Impftag organisiert. Nahezu ohne Hilfe vom Landkreis, sondern in Zusammenarbeit mit der ansässigen Hausarztpraxis.

Keine Anmeldung nötig

„Gerade kleine Praxen werden dadurch auch entlastet, wenn sich die Impfungen bündeln“, sagt Brunns Bürgermeister Christian Schenk, der auch einen Monat später noch immer sehr zufrieden mit dem Tag ist. Im Vorfeld waren alle Haushalte der Gemeinde angeschrieben und um Rückmeldung gebeten worden, etwa 250 Einwohner nahmen das Angebot wahr. Für jeden Zehnten sei es die erste Corona-Impfung gewesen, sagt Schenk.

Der Impftag in Neverin soll von 9 bis 16 Ihr gehen. Voranmeldung brauche es dafür nicht, heißt es von Kreis und Gemeinde.

 

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