Diesen Winter wird es keine Eislaufhalle in Neubrandenburg geben.
Diesen Winter wird es keine Eislaufhalle in Neubrandenburg geben. Simon Voigt/Archiv
Die Eislaufhalle läutete jedes Jahr die Vorweihnachtszeit in Neubrandenburg ein.
Die Eislaufhalle läutete jedes Jahr die Vorweihnachtszeit in Neubrandenburg ein. NK-Archiv
Zu teuer

In diesem Winter keine Eishalle auf Markt in Neubrandenburg

Die beliebte Eislaufhalle neben dem Weberglockenmarkt wird in diesem Jahr nicht in Neubrandenburg aufgebaut. Der Strom- und Heizbedarf sei laut den Stadtwerken viel zu hoch.
Neubrandenburg

Die Eislaufhalle in Neubrandenburg fällt der Energiekrise zum Opfer. In der Vorweihnachtszeit werde sie in diesem Jahr nicht aufgebaut, wie die Neubrandenburger Stadtwerke, das Veranstaltungszentrum Neubrandenburg (VZN) und die Stadt Neubrandenburg in einer gemeinsamen Mitteilung verkündeten. Zu groß sei der Strom- und Heizbedarf der großen „ice4fun”-Halle, die mit Heizöl betrieben wird. Umgerechnet ließen sich fünf Einfamilienhäuser ein ganzes Jahr lang beheizen. Der Strombedarf würde gar 60 Haushalte ein Jahr versorgen, rechnen die Stadtwerke vor.

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„So leid es uns tut, angesichts der aktuellen Krise und des hohen Energieverbrauchs unserer Eislaufhalle gibt es für uns keinen anderen Weg, als ice4fun für dieses Jahr abzusagen”, ließ sich Stadtwerkechef Ingo Meyer zitieren. „In einer Zeit, in der alle aufgerufen sind, Energie zu sparen, damit wir gut über den Winter kommen, verbietet es sich, als kommunaler Energieversorger eine so energie-intensive Freizeitattraktion zu betreiben”, heißt es weiter.

In der Vorweihnachtszeit mit dem Weberglockenmarkt ist die Halle seit etwa 15 Jahren beliebter Anlaufpunkt für Groß und Klein. Im vergangenen Jahr wurde sie wegen der steigenden Corona-Zahlen nach einer Woche wieder abgebaut, im Winter 2020/21 fiel das Schlittschuhlaufen komplett aus. In der bislang letzten kompletten Saison 2019/2020 seien knapp 21.000 Besucher gekommen, hieß es in der Mitteilung.

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Auf die Absage in diesem Jahr hatten sich offenbar Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos), VZN-Geschäftsführerin Barabara Schimberg und Ingo Meyer gemeinsam verständigt. „Schweren Herzens”, wie es in der Mitteilung heißt.

An der Durchführung des Weihnachtsmarktes selbst gebe es aber nichts zu rütteln. „Auch und gerade in der Krise wollen wir für eine angenehme Weihnachtszeit sorgen und einen Lichtblick setzen, nachdem der Weberglockenmarkt zwei Jahre in Folge ausfallen musste”, äußerte sich Barbara Schimberg. Den Zuschauermagnet „Eislaufhalle” nicht zu haben, sei ein Verlust.

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Man werde in den kommenden Jahren aber weiter und wieder mit ihr planen, wenn das Konzept für den Weberglockenmarkt erarbeitet wird. „Das Eiszelt wird wieder dazugehören, wenn sich die Situation auf dem Energiemarkt beruhigt hat”, ließ Silvio Witt wissen. Er sei zuversichtlich, dass es dennoch ein schöner Weberglockenmarkt wird. Schwerpunkt werde dabei die Händlermeile in der Turmstraße sein. Dazu kommen Schausteller und Handwerker auf dem Marktplatz.

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