NEUWOGES

In Neubrandenburg entsteht ein neues Wohngebiet

In Neubrandenburg ist Land für Häuslebauer heiß begehrt. In Carlshöhe wird jetzt neues Bauland erschlossen und das Baugebiet könnte sogar noch größer ausfallen.
24 Grundstücke für Einfamilienhäuser will die Wohnungsgesellschaft Neuwoges im Stadtteil Carlshöhe an der Kiesseestraße erschließen und zum Kauf anbieten. Wegen der großen Nachfrage könnten weitere Flächen hinzukommen.
24 Grundstücke für Einfamilienhäuser will die Wohnungsgesellschaft Neuwoges im Stadtteil Carlshöhe an der Kiesseestraße erschließen und zum Kauf anbieten. Wegen der großen Nachfrage könnten weitere Flächen hinzukommen. Neuwoges
Neubrandenburg ·

Aufgrund des aktuellen Bedarfes an Wohnungsbaustandorten kramt die Stadt alte Pläne wieder aus der Schublade und will sie schnell umsetzen. So sollen im Ortsteil Carlshöhe zwei Dutzend bauträgerfreie Einfamilienhausgrundstücke entstehen. Damit dies fix vorangetrieben werden kann, musste aber zunächst ein alter Beschluss aus dem Jahr 2005 wieder kassiert werden.

Die Stadtvertretung stimmte in der vergangenen Woche mehrheitlich dafür, den bisherigen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 96 „An den Carlshöher Linden“ aufzuheben. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass eine neuer Aufstellungsbeschluss im beschleunigten Verfahren durchgeführt werden kann, der dem aktuellen Baurecht entspricht.

Weil die Bevölkerungszahl Anfang des Jahrtausends weiter schrumpfte, wurde die Bearbeitung des Bebauungsplanes damals nämlich nicht weiterverfolgt. Im vergangenen Jahr holte die Stadt die Pläne aber aus der Versenkung. Neubrandenburg erfreut sich wie auch das nähere Umland bei Häuslebauern großer Beliebtheit. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) hat das Ziel ausgegeben, dass die Zahl der Einwohner der Viertorestadt in den nächsten Jahren wieder auf 70.000 steigen soll.

Es gibt bereits Kaufanfragen

Das neue Baugebiet im Südosten der Stadt liegt in der Kiesseestraße unweit des des Waldfriedhofs. Die Erschließung übernimmt wie schon am Steep die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft Neuwoges, die das Areal großflächig geräumt und mit einem Bauzaun abgetrennt hat. Entstehen werden bis Jahresende 24 Grundstücke, die ohne Bauträger angeboten werden.

Schon jetzt gibt es Kaufanfragen. „Wir haben bereits zahlreiche Interessenten für die Baugrundstücke aufgenommen“, teilte die die Neuwoges-Geschäftsführung um Frank Benischke und Michael Wendelstorf dem Nordkurier mit. Nicht zuletzt habe es auf der diesjährigen Baumesse eine entsprechend große Nachfrage gegeben. Interessenten könnten sich aber weiter melden.

Prüfung für weiteres Bauland

Dabei steht der Kaufpreis noch nicht mal fest. Die Neuwoges will im Zuge des weiteren Verfahrens jetzt ihre Erschließungsplanung vervollständigen und die Leistungen öffentlich ausschreiben. Erst danach könne die konkrete Bestimmung der Kosten je Quadratmeter Bauland erfolgen, führte Benischke an.

Weil die Nachfrage so groß ist, hat die städtische Tochtergesellschaft nach eigenen Angaben auch „eingehend geprüft“, ob eine benachbarte Freifläche ebenfalls als Wohnbauland erschlossen werden kann. „Unsere diesbezüglichen Prüfungen waren vielversprechend“, so Wendelstorf. Deshalb gebe es seitens des Unternehmens erste Planungsansätze und es hätten erste Ankaufvorgänge begonnen.

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Kommentare (1)

Und in 10 Jahren spätestens müssen die leergelaufenen Eigenheime in den älteren Wohnsiedlungen für den berühmten Apfel und das ebnsolche Ei verscherbelt werden. Schaut Euch mal die demographische Situation an! Oder hofft jemand auf Iraker und Senegalesen als neue, solvente Kunden auf dem Wohnungsmarkt?