BAHNHOF

In Neubrandenburg ist pünktlich kein Fremdwort

Zweite Stadteinfahrt, Aufstellung des Karl-Marx-Denkmals und jetzt auch die pünktliche Einweihung der neuen Bahnsteige – in Neubrandenburg läuft's.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Gestern fuhren noch die Bagger, ab Mitte kommender Woche sollen nach über zwei Jahren Bauzeit wieder die Züge an beiden neuen Bahnsteigen des Neubrandenburger Bahnhofs rollen.
Gestern fuhren noch die Bagger, ab Mitte kommender Woche sollen nach über zwei Jahren Bauzeit wieder die Züge an beiden neuen Bahnsteigen des Neubrandenburger Bahnhofs rollen. Mirko Hertrich
Rund 1,5 Millionen Euro sollen in die Neugestaltung des in die Jahre gekommenen Bahnhofsvorplatzes fließen.  
Rund 1,5 Millionen Euro sollen in die Neugestaltung des in die Jahre gekommenen Bahnhofsvorplatzes fließen. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Wer für längere Zeit im Urlaub oder weg war, wird Neubrandenburg ab kommender Woche kaum wiedererkennen. Nach über zweijähriger Bauzeit werden die zwei neuen Bahnsteige am nächsten Mittwoch freigegeben, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn gestern mitteilte. Im kleinen Rahmen gefeiert werden soll das zwei Tage später.

Dazwischen liegt am kommenden Donnerstag noch die lange Jahre umstrittene Aufstellung der Karl-Marx-Statue am Schwanenteich. Auch der Weg vom Bahnhof in die Innenstadt ist mit dem Abschluss der Bauarbeiten an der Stargarder Straße ab heute wieder frei. Damit ist der Weg um den Ring – zumindest für einige Wochen – seit langer Zeit mal wieder fast ohne Baustelle. Die Schmuddelecke Bahnhofsvorplatz soll bald ebenfalls Vergangenheit sein. Für die geplante Neugestaltung konnten Neubrandenburger gestern bei einem Bürgerforum ihre Vorschläge einbringen.

Die Fertigstellung der Bahnsteige und eines Fußgängertunnels erfolgt sage und schreibe: fristgerecht. Für Ende November war die Eröffnung avisiert, nun kam die offizielle Bestätigung, dass der allerdings schon zeitlich nach hinten verschobene Termin eingehalten werden kann. Wie Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) bei dem Forum ankündigte, ist für den 9. Januar noch ein großes Bahnhofsfest geplant.

Endlich Toiletten im Bahnhofsgebäude

Seit August 2016 entstanden bei den Bauarbeiten zwei neue Mittelbahnsteige mit je 140 Metern Länge, eine neue 50 Meter lange Personenunterführung sowie ein zusätzlicher Zugang aus Richtung Norden, alles barrierefrei zugänglich. Der Mittelbahnsteig 1/3 ist bereits seit Sommer 2017 in Betrieb, jetzt folgt der Bahnsteig 2/4.

Nun soll auch das städtische Umfeld des Bahnhofs aufgewertet werden, damit beispielsweise der Vorplatz des Gebäudes als Visitenkarte für die Stadt fungiert. Eine gute Nachricht überbrachte gleich zu Beginn des Forums Janine Kriegler vom Bereich Stadtplanung, Wirtschaft, Bauaufsicht und Kultur.

Ihren Worten nach hat die Bahn angekündigt, das Bahnhofsgebäude zu sanieren und auch eine öffentliche Toilettenanlage einzubauen. Der Zeitpunkt hierfür stehe aber noch nicht fest. Das Fehlen eines WC wird schon seit Jahrzehnten von den Neubrandenburgern moniert.

Imbiss-Buden müssen vermutlich weichen

Bei dem Forum mit dem Titel „Drehkreuz Bahnhof Neubrandenburg“ konnten Vorschläge für das gesamte Umfeld des Bahnhofs gemacht werden, die dann in die weitere Planung eingehen sollen. Vor allem für den Vorplatz machten die Bürger davon eifrigst gebraucht. Einer wünschte sich „südliches Flair“ mit Palmen, ein anderer empfahl eine Komplettbebauung, in der etwa ein Kneipenviertel entstehen könnte.

Die Stadt hat sich auch schon Gedanken gemacht. Vorgesehen sind unter anderem ein Taxistand, Kurzzeitparkplätze sowie überdachte Fahrradstellplätze und -boxen und Aufladestationen für E-Autos und -Bikes. Auch der nahegelegene Busbahnhof soll besser angebunden werden, nicht nur für Fußgänger, sondern auch für eine mögliche Innenstadt-Buslinie, die immer wieder in der Diskussion war.

Diese könnte vor dem Bahnhofsgebäude halten und dann über den Busbahnhof weiter in die City führen. Dafür müssen wohl die Imbiss-Buden am Fußgängerweg zwischen Bahnhof und Busbahnhof weichen. Diese seien „städtebauliche Missstände reinster Güte“, hieß es seitens der Stadt.

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Kommentare (1)

Wie "raffiniert", das Marxdenkmal unter die Meldungen über die Fertigstellung von wirklich wichtigen Vorhaben für Neubrandenburg zu mischen. Er gehört doch zu uns, soll das wohl signalisieren.