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Notfall vorgetäuscht

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Insasse legt in Polizei-Zelle Feuer

Das Polizeihauptrevier in Neubrandenburg.
Das Polizeihauptrevier in Neubrandenburg.
Simon Voigt

Ein 37-jähriger Neubrandenburger wurde in Gewahrsam genommen, damit er keine Straftaten mehr begeht. In seiner Zelle machte er dann trotzdem einfach weiter.

In einer Gewahrsamszelle des Neubrandenburger Polizeihauptreviers hat es am frühen Samstagmorgen gebrannt. Kurz vor fünf Uhr bemerkten Polizeibeamte in der Zelle ein flackerndes Licht. Als sie die Tür öffneten, entdeckten sie eine brennende Decke. Mit einem Feuerlöscher konnten sie den Brand selbst schnell löschen, so dass die Feuerwehr nicht alarmiert werden musste. Die Polizisten und der Mann in der Zelle blieben unverletzt.

Wenige Stunden zuvor war der 37-jährige Neubrandenburger in der Zelle eingesperrt worden, um weitere Straftaten zu verhindern, wie es heißt. Denn er soll mehrere Straftaten begangen haben wie Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Zudem sei er betrunken gewesen, so die Polizei. Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, hatte der Tatverdächtige einen medizinischen Notfall vorgetäuscht, sodass der Notarzt angefordert werden musste.

Vermutlich sei es ihm während der Untersuchung durch den Arzt gelungen, unbemerkt das Feuerzeug an sich zu nehmen. Damit setzte er anschließend die Decke in Brand. Es entstand geringer Sachschaden. Der Kriminaldauerdienst aus Neubrandenburg ermittelte und suchte Spuren. Warum der 37-Jährige das Feuer gelegt hat, ist der Polizei noch unklar.

Kommentare (1)

Früher musste man sich im Lager, nackt ausziehen, oder wurde nachgeholfen, und die Sachen wurden durchsucht