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Invalider Schwan bekommt viel Mitgefühl

Auf dem Foto aus der vergangenen Saison ist der verkrüppelte Fuß des jungen Schwans gut zu erkennen. Vor kurzem wurde das Tier auch auf dem Mühlenteich gesehen.
Auf dem Foto aus der vergangenen Saison ist der verkrüppelte Fuß des jungen Schwans gut zu erkennen. Vor kurzem wurde das Tier auch auf dem Mühlenteich gesehen.
Foto: Klaus-Jürgen Donner

In Sorge um das Jungtier mit dem verkrüppelten Fuß haben Passanten sogar den Tierschutzverein alarmiert. Experten beruhigen: der Vogel kommt schon klar.

An den graubraunen Stellen im Gefieder ist zu erkennen, das er noch ein Jüngling ist, jener Schwan, der vor kurzem erst auf dem Mühlenteich an der Hintersten Mühle seine Kreise zog. Steigt er aus dem Wasser, wird sichtbar, dass es sich um einen „alten“ Bekannten handelt: um eines der sechs Jungen, die im vergangenen Jahr von jenem Schwanenpaar am Tollensesee aufgezogen wurden, das schon häufiger schmerzhafte Bekanntschaft mit Angelsehnen machen musste.

Während seine Geschwister sich wohl schon neue Reviere suchen, ist dieser Jungschwan an seinem verkrüppelten Fuß als „Daheimgebliebener“ zu erkennen, weiß Vogelkundler Klaus-Jürgen Donner. Ob es sich um einen Geburtsfehler oder um die Folgen einer Verletzung handelt, sei unklar. Zu schaffen macht dem Schwan die Behinderung allemal.

Revierwechsel trotz Behinderung

Aber fliegen kann der Vogel, stellt Donner klar. Nur an Land und im Wasser bewege er sich eben schwerfälliger, als es ihm ohne die Behinderung möglich wäre. Spaziergänger, denen der verkrüppelte Fuß auffällt, sind aber immer wieder in Sorge um dessen Schicksal. In jüngster Zeit sei sogar mehrfach der Tierschutzverein angerufen und um Hilfe gebeten worden. Auch in der Tierklinik habe man sich seiner angenommen. Heilung sei allerdings nicht möglich.

Dennoch bestehe kein Grund zur Sorge, beruhigt Donner: Der Schwan könne mit der Behinderung leben. Das zeige sich daran, dass er die Gefahren des Winters gut überstanden hat. Und, nach dem Abstecher zum Mühlenteich, sei er mittlerweile wieder meist auf dem Gätenbach oder auch am Tollensesee anzutreffen.