THE HILLS

Investor übt heftige Kritik an Neubrandenburger Stadtverwaltung

In Neubrandenburg soll das neue Wohngebiet "The Hills" entstehen. Allerdings braucht dies mehr Zeit, als der Investor ahnte. Zudem sieht er sich nach eigenen Aussagen Restriktionen ausgesetzt. Die Bauaufsicht hält dagegen.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Tim Großmüller will im Norden der Seenplatten-Kreisstadt ein Wohngebiet entwickeln.
Tim Großmüller will im Norden der Seenplatten-Kreisstadt ein Wohngebiet entwickeln. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Der Investor des Wohngebiets „The Hills“ an der Neubrandenburger Südstraße hadert mit dem langwierigen Planverfahren. Er werde mit Restriktionen hingehalten, wirft Tim Großmüller der Stadtverwaltung vor. Daher habe er sich bereits an die Fraktionen der Stadtvertretung gewandt.

Auf 14 ersteigerten Hektar plant der ehemalige SCN-Kanute, dem in Neubrandenburg auch weitere Immobilien gehören, 60 bis 70 Einfamilienhäuser. Doch dem Baubeginn geht ein Planverfahren voraus. Ein „ganz normales Planverfahren“, wie Frank Renner, Fachbereichsleiter der Bauaufsicht, betont. Bei den erforderlichen Gutachten – unter anderem zu Lärm, Verkehr und Artenschutz – gebe es keinen Ermessensspielraum. Das Verfahren werde „stringent bearbeitet“, widerspricht Renner dem Eindruck, dem Investor würden Steine in den Weg gelegt.

Auf der Tagesordnung des Umweltausschusses

Großmüller hingegen hält die im bisherigen Schriftwechsel aufgeführten Einwände für durchweg widerlegbar. Das Gebiet sei als Fläche mit hohem Bebauungspotenzial ausgewiesen und berühre entgegen städtischer Lesart kein schützenswertes Biotop. Dem befürchteten Mangel an Infrastruktur hält er zwei Buslinien sowie mehrere Zu- und Abfahrten entgegen, und für den nötigen Lärmschutz müsse eher das benachbarte Gewerbe sorgen.

Zugespitzt wirft der Investor der Verwaltung vor, den Norden der Stadt nicht entwickeln zu wollen, weil das Image „problematisch“ sei. Mit gutem Willen, glaubt er, hätten schon vor der Sommerpause Beschlüsse gefasst werden können, die nun auf der Agenda stehen: Das Thema steht auf der Tagesordnung im Ausschuss für Umwelt, Ordnung und Sicherheit heute sowie im Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstag – jeweils um 17 Uhr im Interimsrathaus in der Lindenstraße 63.

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Kommentare (2)

bedenklich. Er innert zu sehr an den ein oder anderen Horror-Film. Und da zudem ein englischer Name gewählt wurde, würde ich anstelle der Stadtverwaltung auf eine Namensänderung drängen, und das zur Bedingung für eine Baugenehmigung machen. Wie wäre es z.B. mit "Bei den Hügeln" oder "Am Hügel"?

Und ich hoffe, dass die Bauaufsicht von solchen kleinen Investoren nicht unter Druck setzen lassen. Nehmt euch genügend Zeit ,so dass die Natur sich gegen die Habgier durchsetzt.