ANTISEMITISMUS

Israel-Fahne vor dem Neubrandenburger Rathaus gestohlen

Die Israel-Flagge am Rathaus wurde abgerissen, nur einen oder zwei Tage, nachdem sie gehisst worden war. Oberbürgermeister Witt geht von einer antisemitischen Tat aus.
Die Flagge Israels wurde aus Solidarität vor dem Neubrandenburger Rathaus gehisst und in der Nacht zu Freitag herunter gerissen.
Die Flagge Israels wurde aus Solidarität vor dem Neubrandenburger Rathaus gehisst und in der Nacht zu Freitag herunter gerissen. Mirko Hertrich
Bereits im Februar hatten Unbekannte aus dem Willkommens-Banner am südlichen Ortseingang an der B 96 den Schriftzug der S
Bereits im Februar hatten Unbekannte aus dem Willkommens-Banner am südlichen Ortseingang an der B 96 den Schriftzug der Stadt Nazareth und die Abbildung der Flagge Israels herausgetrennt. Mirko Hertrich
Neubrandenburg ·

Die am Mittwoch vor dem Neubrandenburger Rathaus gehisste Israel-Flagge ist gestohlen worden. Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) zeigte sich am Freitag überzeugt, dass es sich um eine mutwillige Tat gehandelt hat, da die Fahne mit Gewalt entwendet wurde. Witt geht davon aus, dass der Diebstahl einen antisemitischen Hintergrund hat. Ähnliche Vorfälle gab es in den vergangenen Tagen in mehreren deutschen Städten nach dem neuerlichen Ausbruch der Gewalt im Nahen Osten zwischen Israelis und Palästinensern.

Keine Chance dem Antisemitismus

„Mit der Fahne wollten wir unsere Verbundenheit zu Israel zum Ausdruck bringen. Ich verurteile und bedauere diesen Vorfall sehr“, teilte Silvio Witt mit. Die Stadt distanziere sich von jeglicher Art des Antisemitismus. „Wir werden weiter unsere Freundschaft zu Nazareth pflegen und dem Hass gegen jüdische Menschen entgegentreten. Diese Städtepartnerschaft bedeutet uns viel, denn sie trägt zur Verständigung von Menschen unterschiedlicher Kulturen bei. In Nazareth leben vor allem arabische Israelis. Muslime, Juden und Christen gehören zu den Einwohnern – also Menschen vieler verschiedener Glaubensrichtungen.“

Witt: „Neubrandenburg lebt diese Freundschaft mit Israel”

Seit 1998 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Nazareth und der Vier-Tore-Stadt. Mit der Flagge hat die Stadt eigenen Angaben zufolge ein verbindendes Zeichen gesetzt und ist einer Bitte der Deutsch-Israelischen Gesellschaft nachgekommen. Am 12. Mai 1965 haben Israel und Deutschland ihre diplomatischen Beziehungen aufgenommen. Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet. In diesem Jahr feiert die Bundesrepublik zudem 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. „Neubrandenburg lebt diese Freundschaft mit Israel”, betonte der Oberbürgermeister.

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Bereits im Februar dieses Jahres war das Willkommens-Banner am Ortseingang von Neubrandenburg aus Richtung Neustrelitz kommend offensichtlich mutwillig zerstört worden. Unbekannte hatten auf dem Banner an der Bundesstraße 96 den Schriftzug der Stadt Nazareth und die Flagge Israels herausgetrennt. Die Stadtverwaltung hat daraufhin wie jetzt auch nach der Entwendung der israelischen Flagge Anzeige bei der Polizei erstattet.

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Kommentare (10)

Ich meine, ich hätte die Fahne dort schon am Mittwoch gesehen, gestern bin ich nämlich gar nicht dort vorbei gekommen. Ich war doch einigermaßen überrascht, die Fahne dort zu sehen. Da frage ich mich doch, weshalb hisst das Rathaus dann nicht ebenso die Fahnen von Italien, Russland, Schleswig-Holstein, Polen oder China? Schließlich haben wir dort auch Partnerstädte.

Und mal grundsätzlich zum Thema Partnerstädte: Also ganz ehrlich, seit ungefähr Ende der 90er Jahre merke ich überhaupt nichts mehr von diesen Städtepartnerschaften. Ich habe mich zwischenzeitlich sogar schon mal gefragt, ob diese auch auf dem Papier überhaupt noch existieren. Das finde ich schon sehr traurig. In meiner Kindheit waren die Städtepartnerschaften mit Koszalin und Petrosawodsk tatsächlich auch in der Bevölkerung präsent. Und auch die Städtepartnerschaft mit Villejuif habe ich hin und wieder wahrgenommen, auch wenn es zur damaligen Zeit praktisch ausgeschlossen war, jemals selbst dort hinzukommen.

Ich frage mich ernsthaft, was da überhaupt noch passiert im Rahmen der Städtepartnerschaften? Es kann sich ja wohl nicht darin erschöpfen, ein Plakat am Stadteingang aufzuhängen oder eine Fahne zu hissen. Für die gemeine Neubrandenburger Stadtbevölkerung sind die Städtepartnerschaften jedenfalls nicht mehr existent.

Der Raketenbeschuss durch die Hamas ist ja nicht grundlos gekommen, seit Jahren betreibt Israel eine äußerst aggressive Siedlungspolitik und die Palästinenser werden wie Dreck behandelt, einfach wie rechtelose Sklaven. Wie soll man jemanden behandeln, der bei einem ins Haus einbricht und dieses in Besitz nehmen tut, wie einen Freund wohl kaum. Benjamin Netanjahu hat vor ca.3-4 Jahren in der Knesset gesagt, wenn die Deutschen es wagen sollten, ihre Zahlungen an Israel einzustellen, dann werden sie es bitter bereuen. Ich kann diese Heuchelei unser Politiker nicht mehr ertragen, denn Israelische Bomben sind gute Bomben und nur die Anderen sind die Täter. Das ist nun mal die Realität und es hat rein gar nichts mit Hetze zu tun und des weiteren müssen wir doch nicht sofort und ganz automatisch für Israel Partei ergreifen.

keine Zahlungen von Deutschland, die an den Staat Israel geleistet werden. Es gibt Zahlungen, die für Opfer und Überlebende des Holocaust geleistet werden.
Ja, man darf die Politik des Staates Israel kritisieren. Beide Seiten zeigen kein Interesse, die Gewaltspirale zu durchbrechen. Weder die Terroristen auf palästinensischer Seite noch der "Stärke zeigende israelische Staat". Netanjahu muss sich vorwerfen lassen, mit dieser "vermeintlichen Stärke" Wahlkampf zu betreiben. Mit dieser Verschärfung durch Bombardierungen werden nur neue Terroristen erschaffen.

Deutschland hat U-Boote an Israel zu absoluten Dumpingpreisen verkauft, bezahlt von unseren Steuergeldern.
Ob das auch auf weitere Produkte zutrifft, entzieht sich meiner Kenntnis, würde aber Sinn machen.

Der Beschuss kommt aus dem Gazastreifen, wo die superduper Hamas seit Jahren den tollsten, demokratischten und friedfertigsten Staat der Erde bastelt, gefüttert u. a. von unserer EU. Nun ja, Die anderen Palästinenser im Westjordan mögen sie zwar nicht und bekämpfen sie, aber so ganz ohne Feind im eigenen Volk, das ist ja auch nichts.
Der Beschuss hat nur ein Ziel, möglichst viele Juden zu töten. Dieses Ziel haben die lieben Palästinenser schon gehabt, bevor es den Staat Israel überhaupt gab. Deshalb haben sich ihre damaligen Führer auch so gut mit unserem Adi verstanden.
Ist ja auch Scheiße. Da sind diese Juden und machen aus ner Wüste ein blühendes Land, geht ja gar nicht. Und dann lassen die sich auch durch Kriege trotz gewaltiger eigener Überzahl einfach nicht ins Meer treiben zum Ersäufen.
Da freut man sich doch über jeden Verbündeten in Deutschland, der zwar nichts über Geschichte weiß, aber stramm antisemitische Parolen nachplappert.

kommt man hier nicht weiter. Schuld gibt es sicherlich auf beiden Seiten und das seit Jahrzehnten. Aber berechtigte Kritik zu Antisemitismus und Hetze gegen andere Bevölkerungsgruppen zu benutzen, ist verabscheuenswert!

mitgefühl den menschen im gazastreifen westjordanland ....israel beteibt ganz einfach ausgedrückt landraub unterdrückung eine sehr aggressiv siedlungspolitik....eigentlich sollte der jude es doch wohl besser wissen

Das machen sie heute fast genauso. Sagste was dazu bist ein Nazi. Man versucht Leute aus ihrem Land zu vertreiben genau wie es das war nur das die Methoden anders sind. Und das muss man nicht für gut heißen. Deshalb ist man noch lange kein Nazi. Die das behaupten sind Hohlköpfe. Ich verbinde mit Isreal nichts. Was der Bürgermeister da sagt ist seine Sache. Ich habe keine Partnerschaft mit Nazareth.

Um diesen Welt weit verschwinden zu lassen müsste Israel (gemeint sind die nationalen wie internat. Strippenzieher dieser Ethnie - der einfache Arbeiter welcher täglich um sein Brot hart arbeiten muss ist nicht gemeint) eine andere, äußerst vorbildliche, aber vor allem ehrliche und friedliche innen wie internationale Aussenpolitik an den Tag legen! Das wird nie passieren - checkt die Karakteristika der Bevölkerung dieser Regionen im nahen Osten. Dort gehört gespaltenes Verhalten zum guten Ton! (historische Geschichte, Siedlungspolitik,...)

diese Freundschaft mit Israel, warum hält der Oberbürgermeister seine persönliche Meinung für die aller Neubrandenburger?