Edgar Zallmann (links), Lucas Czarnetzki (rechts) verloren mit dem FCN in Malchow. Foto: Jens-Uwe Wegner
Edgar Zallmann (links), Lucas Czarnetzki (rechts) verloren mit dem FCN in Malchow. Foto: Jens-Uwe Wegner Jens-Uwe Wegner
Fußball in MV

Ist der Oberliga-Zug für den FCN nun abgefahren?

Die Verbandsliga-Fußballer vom 1. FCN 04 haben sich durch die Derby-Pleite in Malchow weiter ins Hintertreffen gebracht. Nur Optimisten liebäugeln noch mit dem Aufstieg.
Malchow

„Warum? Ich verstehe es nicht“, zeigte sich Mathias Wackerow, Trainer der Verbandsliga-Fußballer vom 1. FC Neubrandenburg 04, nach der 1:3 (1:1)-Pleite beim Malchower SV „fassungslos und sehr enttäuscht“. Denn: Der Spitzenreiter aus Neubrandenburg hatte doch in diesem Flutlichtspiel zunächst „alles im Griff. Wir lagen in Führung, es sah gut aus – und dann ging aus mir unerfindlichen Gründen nichts mehr. Die Mannschaft glaubte einfach nicht an den Sieg. Aber warum?“

Drei Niederlagen in den vergangenen vier Partien. Unverbesserliche Optimisten liebäugeln allerdings noch immer mit dem Aufstieg des 1. FCN 04. Leute jedoch, die sich Fußball-Realisten nennen, meinen, mit dem Malchow-Resultat sei für die Vier-Tore-Städter der letzte Zug in Richtung Oberliga abgefahren.

Kühl traf zum 1:0

Der Tabellenzweite Dynamo Schwerin, einziger Konkurrent im Aufstiegskampf, kam zwar parallel beim FC Förderkader René Schneider in Rostock nicht über ein 0:0 hinaus, ist nun aber freilich bis auf drei Zähler am Wackerow-Team dran und verfügt über zwei Gelegenheiten mehr zum Punkte-Einsacken. Die Landeshauptstädter haben es – im Gegensatz zu den Kreisstädtern – selbst in der Hand, in die fünfthöchste deutsche Spielklasse einzuziehen.

In den ersten 20 Minuten des Duells in Malchow lief es für die FCN-Männer wunschgemäß. Idealerweise sorgte Dennis Kühl, bekannt für attraktive Treffer, nach einem Eckball per Fallrückzieher für das 1:0 (8.). Die mitgereisten Fans fragten sich, wann ihre Lieblinge den zweiten Treffer erzielen würden.

Schlampigkeiten in der Defensive

Doch „dann kam unserem Spiel die Qualität abhanden“, so der Coach. „Uns unterliefen fatale Fehler, wir sind an uns selbst gescheitert.“ Schlampige Aktionen in der Defensivarbeit wurden von den höchst effektiven Hausherren eiskalt bestraft. Nikita Skliars 1:1-Ausgleich war quasi ein Gäste-Geschenk (31.), beim Heber von Paul Telschow zur Malchower Führung konnten FCN-Freunde nur mit dem Kopf schütteln (67.). Marvin Bartelt machte dann mit einem Super-Schuss, der unter dem Querbalken einschlug, das 3:1 und den Deckel auf das Spiel (86.).

Dass sie in dieser Partie mehr Ballbesitz und Tormöglichkeiten als der Gegner hatten, konnte die Verlierer selbstredend nicht trösten. Der Verletzungsausfall von „Unterschiedsspieler“ Daniel Nawotke war einmal mehr schmerzlich zu spüren. Pech auch, dass Offensiv-Mann Robert Grube früh ausgewechselt werden musste (Oberschenkel-Verletzung). „Malchow besaß quasi nur drei Chancen“, erklärte Mathias Wackerow. „Umso mehr tut weh, wie das Ding ausgegangen ist. Wir haben eine Menge zu analysieren.“

Noch drei Derbys stehen für die Club-Elf auf dem Plan. Dem Spiel beim FSV Einheit Ueckermünde am kommenden Samstag (14 Uhr) folgen die Heimkicks gegen den Penzliner SV und den SV Siedenbollentin. „Zu verlieren haben wir nun nichts mehr. Wir werden weiterkämpfen“, kündigte der FCN-Trainer an.

Fernduell-Kontrahent Dynamo Schwerin muss noch fünf Partien bestreiten. Drei gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte, zwei gegen den Tabellendritten Anker Wismar.

1. FC Neubrandenburg 04:

Wegener – Czarnetzki, Schröder, Zallmann, Kühl, Fischer, Fassinger (63. Freyer), Ebel, Grube (29. Blume), Yildiz, Witte (72. Sielaff).

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