POLIZEI

Jäger fuhr mit 1,6 Promille und Gewehr ins Revier

Der Mann trank aus einer Bierflasche, als er an einem Polizeiauto vorbeifuhr. Als die Beamten ihn stoppten, kam heraus, dass der Autofahrer ein Gewehr dabei hatte.
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Die Waffe des alkoholisierten Mannes lag ungeladen auf dem Rücksitz. Die Polizei stellte das Gewehr sicher.
Die Waffe des alkoholisierten Mannes lag ungeladen auf dem Rücksitz. Die Polizei stellte das Gewehr sicher. Polizeiinspektion Neubrandenburg
Neddemin.

Beamte des Polizeireviers Friedland haben am Montagabend einen Jäger auf der Fahrt ins Jagdrevier gestoppt. Der Mann war betrunken und hatte sein Gewehr dabei.

Wie die Polizeiinspektion Neubrandenburg am Dienstagmorgen mitteilte, sei der 64-Jährige den Beamten aufgefallen, weil er während der Vorbeifahrt am Polizeiauto aus einer Bierflasche trank. Die Beamten entschieden sich daraufhin, den Autofahrer anzuhalten und am Bahnhof Neddemin einer Kontrolle zu unterziehen.

Auf der Rückbank lag ein Gewehr

Im Polizeibericht heißt es: „Während der Kontrolle stritt der sichtlich nervöse Fahrer den vorherigen Alkoholkonsum ab. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab allerdings eine Alkoholisierung von 1,6 Promille. Zudem stellten die Beamten auf der Rückbank des Pkw ein offen liegendes Gewehr fest.”

 

 

Wie die Polizei weiter schrieb, stellte sich heraus, dass der Fahrer Jäger ist und gerade auf dem Weg in sein Jagdrevier war. Entsprechende waffenrechtliche Erlaubnisse konnte der Mann zwar vorlegen, dennoch kassierten die Beamten das ungeladene Gewehr ein – „aufgrund des ordnungsrechtlichen Verstoßes zur Gefahrenabwehr”, wie sie in ihrer Meldung schreiben.

Die Jagdbehörde wird den Vorfall prüfen

Des Weiteren stellten sie auch den Führerschein des Mannes sicher und untersagten ihm die Weiterfahrt. Der Fahrer wurde anschließend zur Blutprobenentnahme ins Klinikum nach Neubrandenburg gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte entlassen. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Zudem wird die Jagdbehörde des Ordnungsamtes über den Sachverhalt informiert.

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