Kehrtwende

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Jahrestickets für Kultureinrichtungen bleiben erhalten

Zur Erfüllung von Sparauflagen muss die Stadt Neubrandenburg die Ticketpreise für Kunstsammlung und Regionalmuseum ab 1. Januar anheben.
Zur Erfüllung von Sparauflagen muss die Stadt Neubrandenburg die Ticketpreise für Kunstsammlung und Regionalmuseum ab 1. Januar anheben.
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Für Dauernutzer und große Familien wird der Kulturgenuss in Neubrandenburg weiter kostengünstig sein. Andere Neuordnungen hingegen kommen.

Die geplante Neuordnung der Ticketpreise für die beiden großen Kultureinrichtungen in Neubrandenburg fällt moderater aus als bislang geplant. Der Hauptausschuss stimmte am Donnerstag mit großer Mehrheit für die Verweisung eines Änderungsvorschlags aus dem Kulturausschuss an die Stadtvertretung. Dieser sieht vor, Jahres- sowie Familienjahreskarte nicht zu streichen und ein Kombi-Ticket einzuführen.

In einem ersten Entwurf für die neue Entgeltordnung war ursprünglich vorgesehen, die Jahreskarten wegen geringer Nachfrage nicht mehr anzubieten. Das ist nun vom Tisch, allerdings werden diese Dauertickets ab kommendem Jahr teuer. Die Jahreskarte kostet pro Einrichtung 20 Euro, die Familienjahreskarte je 40 Euro. Für das Kombi-Ticket, mit dem binnen eines Monats beide Einrichtungen je ein Mal besucht werden können, sind 10 Euro zu zahlen. Dafür fällt das Museumsmeilen-Ticket weg.

Personenbegrenzung gestrichen

Auf Anregung des Kulturausschusses fasst die Stadtverwaltung auch das Familienticket breiter. Ursprünglich sollte es auf zwei Erwachsene und drei schulpflichtige Kinder beschränkt werden. Die Personenbegrenzung wurde aus dem Entwurf gestrichen, so dass ein Paar auf dem Ticket auch vier und mehr eigene Kinder im Schulalter mit in die Kunstsammlung und in das Regionalmuseum im Franziskanerkloster nehmen kann.

Kommen wird die Erhöhung der Preise für die Einzeltickets um jeweils einen Euro. Ab 1. Januar sollen der einmalige Besuch der historischen Ausstellung im Franziskanerkloster sechs statt fünf Euro und eine Stippvisite in der Kunstsammlung nun mit fünf Euro zu Buche schlagen. Bisher waren dafür vier Euro gefragt. Einen Seniorenrabatt gibt es nicht.

Mit der Anhebung der Preise erfüllt Neubrandenburg eine Forderung aus dem Schweriner Innenministerium, mit dem ein Haushaltssicherungskonzept ausgehandelt worden war. Dieses verbindet eine millionenschwere Hilfe des Landes beim Schuldenabbau mit der Forderung, die Einnahmesituation der Stadt zu verbessern. Über die Erhöhung der Eintrittspreise entscheidet die Stadtvertretung am 25. Oktober.