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Jobmotor springt nur zögernd an

Neubrandenburg.Der Arbeitsmarkt in der Seenplatte und der Stadt Neubrandenburg kommt in diesem Frühjahr langsamer in Schwung als üblich. Grund dafür sei ...

Neubrandenburg.Der Arbeitsmarkt in der Seenplatte und der Stadt Neubrandenburg kommt in diesem Frühjahr langsamer in Schwung als üblich. Grund dafür sei zum einen der lange Winter, der gerade in Außenberufen und der Gastronomie zur verspäteten Einstellung von Mitarbeitern führe. Darüber hinaus zögerten die Firmen im verarbeitenden Gewerbe wegen der Finanzkrise, Personal neu einzustellen. „Die Unternehmen stützen sich vor allem auf ihre Stammbelegschaft“, erläuterte Agentur-Sprecher Ronny Steeger.
In der Seenplatte waren im vergangenen Monat knapp 20600 Frauen und Männer offiziell als arbeitslos gemeldet, rund 700 weniger als vor einem Jahr. Im Vergleich zu April 2012 konnten aber etwa 15 Prozent weniger Jobsucher in eine Beschäftigung in der Wirtschaft wechseln. „Wir erwarten, dass im Mai die Firmen nachziehen“, so Steeger. Die Arbeitslosenquote in der Seenplatte lag im April bei 14,5 Prozent, ein Minus um 0,9 Prozentpunkte gegenüber März. Die tatsächliche Erwerbslosigkeit in der Seenplatte, hier werden Betroffene dazu gezählt, die in Weiterbildungen oder 1-Euro-Jobs stecken, wird von der Agentur mit mehr als 26 200 Personen angegeben.
Als erfreulich bezeichnete Teamleiterin Peggy Lerke die Entwicklung in Neubrandenburg. In der Viertorestadt ging die Arbeitslosenzahl leicht auf 4893 Frauen und Männer zurück. Vor einem Jahr waren noch 90 Menschen mehr arbeitslos. Mit 14 Prozent liegt die Quote weiter unter dem Durchschnitt der Seenplatte.
Zunehmend schwerer werde es, die 725 freien Stellen in Neubrandenburger Unternehmen zu besetzen. Deswegen packe die Arbeitsagentur bei Weiterbildung und Umschulung „eine Schippe drauf“, um die Bewerber besser auf den Bedarf auf dem Arbeitsmarkt vorzubereiten, kündigte sie an.jsp