RECHTES MODELABEL

Juristischer Zoff um Thor-Steinar-Laden in Neubrandenburg

In die Räumungsklage gegen das umstrittene Bekleidungsgeschäft der Marke Thor Steinar in Neubrandenburg kommt Bewegung. Der Betreiber weigert sich, das Geschäft zu räumen.
Gegen den Laden der in der rechten Szene beleibten Modemarke Thor Steinar regte sich zu Beginn mehrfach Protest, auch der Verm
Gegen den Laden der in der rechten Szene beleibten Modemarke Thor Steinar regte sich zu Beginn mehrfach Protest, auch der Vermieter fühlt sich von den Betreiber getäuscht und hat Räumungsklage eingereicht. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Die Räumungsklage gegen den Neubrandenburger Laden des in der rechten Szene beliebten Modelabels Thor Steinar geht in die entscheidende Phase. Wie der Bayreuther Anwalt des Vermieters, Karl-Ernst Wurst, dem Nordkurier auf Anfrage sagte, wurde am Montag die Entscheidung auf März kommenden Jahres vertagt. Grund für die Verschiebung sei ein Ablehnungsantrag, welchen „die Gegenseite“ gegen die Richter in dem Verfahren am Neubrandenburger Landgericht gestellt habe.

Über den Befangenheitsantrag muss nun am Landgericht entschieden werden. Der Bayreuther Jurist hält es auch nicht für ausgeschlossen, dass der Rechtsvertreter der Skytec Outlets GmbH, welche den Laden in der Stargarder Straße in der Vier-Tore-Stadt betreibt, im Falle einer Ablehnung die nächste Instanz anruft. Daher sei der Verkündungstermin über die Räumungsklage erst für März kommenden Jahres anberaumt worden.

Vorwurf der arglistigen Täuschung

Karl-Ernst Wurst geht davon aus, dass es ein langwieriges Verfahren wird. Nach dem Willen des Vermieters hätte der Mieter eigentlich bereits im April die Schlüssel für das Geschäft in Alten Hotel abgeben sollen. Doch ganz offensichtlich weigert sich die Skytec Outlets GmbH, das Geschäft zu räumen. Ein Vorgehen von Thor Steinar, das man auch aus anderen Städten kennt.

Dem Vermieter wurde nach dessen Angaben zudem nicht mitgeteilt, dass die umstrittene Modemarke dort veräußert wird, wozu Unternehmen höchstrichterlich verpflichtet sind. Stattdessen habe der Mieter versucht, eine Vertragsseite mit entsprechenden Passus in Schriftbild und -größe zu „imitieren“, sei dabei aber recht „laien- und stümperhaft“ vorgegangen, was dem Rechtsanwalt dann auffiel.

Der Jurist des Vermieters hatte den Mietvertrag daher bereits im März wegen des Vorwurfs der arglistigen Täuschung angefochten und vorsorglich die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses erklärt.

Mehrfache Kundgebungen für die Schließung

Die Modemarke Thor Steinar ist seit Jahren in der Kritik, weil sie laut Verfassungsschutz Brandenburg in der rechtsextremen Szene als Erkennungsmerkmal gilt. Im Landtag Mecklenburg-Vorpommern und in einigen Fußballstadien ist das Tragen von Kleidung dieser Marke untersagt. Anders als bei weiteren Labels sollen auch die Besitzer der Firma in solchen Kreisen verkehren und diese finanzieren.

Auf den Kleidungsstücken sind teils Codes und Botschaften mit rechtsradikalem Hintergrund gedruckt, auch wenn sich die Marke vermehrt einen Freizeit-Charakter gibt. In den vergangenen Wochen war es recht ruhig um das Einzelhandelsgeschäft in der Innenstadt geworden. Der Thor-Steinar-Laden pries am Wochenende mit einem großen Aufsteller den neuen Winterkatalog an. An der Eingangstür hing ein Schild mit der Aufschrift „Bitte anklopfen“. Gleich nach dessen Eröffnung Ende Januar hatte es aber mehrfach Kundgebungen und eine Demonstration gegeben, bei denen eine Schließung des Geschäfts gefordert wurde. Auch Mieter in dem Komplex, wie etwa die Neubrandenburger CDU, hatten sich bei der Erfurter Vermieterin beschwert und mit Mietminderung gedroht.

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Kommentare (8)

"Anders als bei weiteren Labels sollen auch die Besitzer der Firma in solchen Kreisen verkehren und diese finanzieren." - das stimmt nicht! Warum verbreiten Sie Lügen? Wem die Firma gehört, lässt sich innerhalb von zwei Minuten googeln:
"Die nicht zuletzt bei Rechtsextremisten beliebte Bekleindungsmarke Thor Steinar hat einen neuen Eigentümer - ein arabisches Unternehmen mit Sitz in Dubai. Nach dem Einstieg des Investors plant die MediaTex GmbH, die Thor-Steinar-Kleidung vertreibt, nun eine "weltweite Expansion". - oops, und nun?!
https://www.morgenpost.de/berlin/article103988149/Arabischer-Investor-kauft-Thor-Steinar.html#:~:targetText=Neuer%20Eigent%C3%BCmer%20der%20nicht%20zuletzt,der%20Thor%2DSteinar%2DKleidung.
[Dieser Link ist von 2009 und nicht mehr aktuell. "Anfang 2010 zogen sich die arabischen Investoren aus dem Unternehmen zurück und der Schweizer Marco Waespe (auch Wäspe) übernahm zusammen mit Uwe Meusel die Geschäftsführung der Mediatex GmbH mit Geschäftsanschrift in Mittenwalde." https://de.wikipedia.org/wiki/Thor_Steinar d.Red.]

Man merkt doch das der nk nur einseitige Berichterstattung ausübt. Immer dort wo es passt nur nicht zu weit aus dem Fenster hängen. Was wäre wenn alle sogenannten Rechten plötzlich Hugo BoSS Klamotten tragen würden? Wird dann das Modelabel auch verfolgt? Wie weit ist unser Demokratieverständnis gesunken das Leute wegen ihres Aussehens verfolgt werden. Nicht mehr normal ist das.

Man sehe sich die Leute bei diesen Kundgebungen an. Arbeitsfaul und mit Sicherheit keine Demokraten. Und diese 20 verirrten wollen nun einer ganzen Stadt aufzwingen was Sie zu tun haben? Das ist an Lächerlichkeit kaum zu toppen !! Wenn einer was kaufen will, dann kann er das heute online, dazu braucht es keinen Laden. Richtig ist, dass sich diese schwarzen Gestalten wichtig machen wollen und es mit dem Laden nichts zu tun hat. Die fallen seit Jahren überall negativ auf und sind eine Schande für unsere Stadt. Da sollte man was gegen machen.

Wären JULESWINNFIELD1..., SACHKUNDIGER, KOI-NB nicht so dumm. Und was für ein Geschrei um diesen scheiß rechten Laden. EInfach Vertrauen in unsere Justiz haben die werden den Laden schon klein kriegen. Und wenn dort Verfassungsfeindliche Sachen verkauft werden, ist die Justiz in der Lage den Gewinn legal abzuschöpfen. Nur diesen drei JULESWINNFIELD1..., SACHKUNDIGER, KOI-NB Vollidioten wird das nie klar werden. Sie werden als dumme Vollidioten sterben so wie sie geboren sind.

Der Name sagt alles

Mkardetzky ist wohl einer von den Schulabbrechern der da vor dem Laden gestanden hat. Leider auf unsere Kosten. Gerne würde er da auch einkaufen, doch sein Harz4 reicht grade mal für seinen Alkohol. Muss er uns nun leid tun? Nein, muss er nicht. Er muss ja nicht so dumm sein und er könnte ja auch arbeiten gehen, aber nein. Er geht lieber seinen Mitmenschen auf die Nerven und liegt bis Mittag faul im Bett. Was für ein armes Würstchen.

Genau das gehe ich jeden Morgen zur arbeit. Und habe auch die POS ganz besucht. Dieser Laden hat nichts wofür ich mein Geld ausgeben würde.

Das gibt Ihnen noch lange nicht das Recht hier Leute zu beleidigen, oder gehen sie als Vorsitzender in Ihrer Kleingartenanlage genauso mit den Mitgliedern um?