TROLLENHAGEN

Kann sich Neubrandenburg den Flughafen leisten?

Die Stadt Neubrandenburg und der Landkreis Seenplatte kaufen die Grundstücke des Flughafen Trollenhagen. Sie sollen nicht an Fremde verkauft werden. Der Plan ist teuer und birgt Gefahren.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Der Flughafen in Trollenhagen ist vermutlich auch auf längere Sicht wie bisher ein Zuschussgeschäft. 
Der Flughafen in Trollenhagen ist vermutlich auch auf längere Sicht wie bisher ein Zuschussgeschäft.
Neubrandenburg.

Die Stadtvertreter in Neubrandenburg haben in einer nicht öffentlichen Sitzung dem Begehren der Stadtverwaltung zugestimmt, die Betriebsgrundstücke des Flughafens Trollenhagen zu kaufen, um dort längerfristig den zivilen Flugbetrieb zu sichern. Gleiches hat zuvor schon der Kreistag der Seenplatte beschlossen. Als Käufer der 135 Hektar tritt die Flughafen Neubrandenburg-Trollenhagen (FNT) Gmbh auf, zu deren Gesellschafter neben der Stadt Neubrandenburg und dem Landkreis die Gemeinde Trollenhagen und die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe zählen.

Bislang hatte die FNT die Flugplatz-Flächen von der zum Finanzministerium gehörenden Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gepachtet. Der Vertrag läuft aus, die Bundesanstalt hat der Pächterin jetzt die Pistole auf die Brust gesetzt: Entweder kaufen oder die Grundstücke werden anderen angeboten. Aber weil die Stadt und der Landkreis immer noch darauf hoffen, die ehemaligen militärisch genutzten Areale als Gewerbeflächen gewinnbringend zu vermarkten und der nahe gelegene Flugplatz als Erfolg versprechendes Alleinstellungsmerkmal dafür ein wichtiges Argument ist, soll das Geld auf den Tisch gelegt werden.

Kauf ohne Kredit nicht möglich

Aus den dem Nordkurier vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben 1,8 Millionen Euro verlangt, inklusive Nebenkosten muss die FNT rund zwei Millionen Euro hinblättern. Geld, über das die GmbH nicht verfügt. Erst ein Kredit der Sparkasse Neubrandenburg/Demmin soll den Kauf möglich machen.

So bürgt jetzt die Stadt Neubrandenburg genau so wie der Landkreis mit je 800 000 Euro für den Kredit, den „Rest“ der Sicherheit übernehmen die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe. Ursprünglich wollten Stadt und Landkreis für je eine Million gerade stehen – das aber verbot die Kommunalaufsicht in Schwerin.

Gibt es wirklich Hoffnung?

Ein „Gute-Hoffnung-Darlehen“ nennen das einige Stadtvertreter. Denn obwohl die Gewerbeflächen in Trollenhagen seit 2016 auf diversen Immobilienflächen angeboten werden, blieb der Vermarktung bis jetzt der durchschlagende Erfolg versagt. Fachleute, so heißt es, verweisen allerdings immer auf eine Fünf-Jahres-Frist, die dafür notwendig sei.

Allerdings steigt infolge des Grundstückserwerbs mit Fremdfinanzierung auch der jährliche Zuschussbedarf der Flughafen-Gesellschaft. Dabei hatte sich die Stadt in ihrem Sparplan verpflichtet, das Engagement dafür zu reduzieren. Aber weil die stadteigene Neuwoges in diesem Jahr mehr Gewinn als geplant in die Stadtkasse fließen lässt, ist die Deckung der zusätzlichen Aufgaben wenigstens für 2018 gesichert.

 

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Kommentare (7)

Wie ist die "Bundesanstalt für Immobilienaufgaben" zum Eigentümer dieser Flächen geworden? Warum müssen Gemeinden ihre eigenen Flächen von der Verwaltung (Art133GG) zurückkaufen? Fragen über Fragen. Die Veräußerung von Grundbesitz kann übrigens nur mit Zustimmung der Allierten erfolgen (siehe Art139GG iVm SHAEF Gesetz No. 52 - Sperre und Kontrolle von Vermögen). Hier wird Kasse mit Hehlerware gemacht.

Nur trifft das Gesetz nicht zu da bei uns die Rote Armee den Krieg beendet hat und nicht die dummen amis. Des weiteren hat durch das 2+4 Abkommen Deutschland seine Souveränität zurück erhalten. Aber Spinner wie sie gibt es ja genung im Netz die ihr Unwissend verbreiten. Leider gehören Idioten wie sie leider zum leben dazu.

"Deutschland" (Definition "Deutschland" siehe SHAEF 52) hat niemals staatliche Souveränität besessen. Alle Mitglieder der UN (1942 als Feindstaatenorganisation gegen das Deutsche Reich gegründet) haben sich der "Hauptsiegermacht" USA und der SHAEF-Gesetzgebung unterworfen. Die Feindstaatenklausel der UN-Charta ist nach wie vor in Kraft. Was den 2+4-Vertrag angeht empfehle ich Ihnen, zuerst den Anhang zu lesen: Das "Übereinkommen zur Regelung bestimmter Fragen in bezug auf Berlin" sagt in Artikel 2 deutlichst: "Alle Rechte und Pflichten, [...] der alliierten Behörden [...] sind und bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht in Kraft [...]". Die Bekanntmachung des Schreibens der Drei Mächte (https://www.gesetze-im-internet.de/avorbaschrbek/BJNR010680990.html) sagt zudem deutlich: Berlin wird nicht von der Bundesrepublik regiert. Das Deutsche Reich befand und befindet sich mit 52 Staaten im Kriegszustand (siehe Feindstaatenklausel). Wäre 2+4-Vertrag ein legitimer Friedensvertrag, so müsste er 1+52-Vertrag heißen. Das nur am Rande. Aber träumen Sie ruhig weiter von Legitimität und vergessen Sie nicht, in jedem Kommentar Menschen als Nazis und Idioten zu beschimpfen.

An Ihren Texten merkt man, dass Sie sich nicht nur mit ca. 52 Ländern im Kriegszustand befinden.

Nur trifft das Gesetz nicht zu da bei uns die Rote Armee den Krieg beendet hat und nicht die dummen amis. Des weiteren hat durch das 2+4 Abkommen Deutschland seine Souveränität zurück erhalten. Aber Spinner wie sie gibt es ja genung im Netz die ihr Unwissend verbreiten. Leider gehören Idioten wie sie leider zum leben dazu.

Schließt endlich das Grab ala Flughafen. Für die Bürger ist er nicht mehr von Bedeutung außer das er ständig Geld verschlingt, das nicht da ist. Und wieder einmal wird über den Schattenhaushalt (eigene Betriebe) Schulden gemacht. Nicht nur das es die Betriebe belastet besonders die Verkehrsbetriebe, nein letztendlich steht der Steuerzahler gerade dafür. Macht vorher eine Volksbefragung ob die Bürger das auch so wollen, was die Parteien sich wieder mal so ausdenken.

Flugplatz muß erhalten bleiben, ich habe dort gedient, der Flugplatz hat viel Tradition, und Erinnerung