WARENHAUS

Kaufhof in Neubrandenburg schließt wohl Ende Oktober

Politik und Einzelhandel in Neubrandenburg haben sich für einen Erhalt der Kaufhof-Filiale in der Innenstadt stark gemacht – offenbar vergebens.
Mit hohen Rabatten wird bei der Kaufhof-Filiale in der Neubrandenburger Innenstadt versucht, die restliche Ware an den Mann zu
Mit hohen Rabatten wird bei der Kaufhof-Filiale in der Neubrandenburger Innenstadt versucht, die restliche Ware an den Mann zu bringen. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Das Aus der Kaufhof-Filiale in Neubrandenburg kommt offenbar schneller als gedacht. Offiziell ist kaum zu erfahren, wann das Traditionskaufhaus an der Ecke Turmstraße / Stargarder Straße dicht macht. Hinter vorgehaltener Hand heißt es aber aus Mitarbeiterkreisen, dass wie an vielen anderen Standorten des Konzerns Galeria Karstadt Kaufhof der Mietvertrag schon zum 31. Oktober gekündigt wurde.

Keine Hoffnung mehr

„Alles muss raus“ oder „Wir schließen diese Filiale“. In dicken Lettern künden Aufkleber auf den Schaufensterscheiben vom wahrscheinlich endgültigen Aus für die Kaufhof-Filiale in der Neubrandenburger Innenstadt. Das heißt aber nicht, dass das Kaufhaus mit seinen aktuell zahlreichen Rabatten bis Ende Oktober noch geöffnet hat. Für die Abwicklung und den Leerzug des Gebäudes wird die Filiale voraussichtlich schon Wochen vorher geschlossen. Offiziell hüllt man sich in der Firmenzentrale von Galeria Karstadt Kaufhof in Schweigen. In Neubrandenburg verweist man auf die Pressestelle im Essener Hauptsitz. Die Agentur für Arbeit Neubrandenburg, bei der sich die betroffenen Mitarbeiter arbeitssuchend melden müssen, darf unter Verweis auf den Datenschutz nichts sagen.

Politik und Einzelhandel in Neubrandenburg hatten sich nach Bekanntwerden der Schließungspläne von 50 der rund 170 Standorte für einen Erhalt der Neubrandenburger Dependance stark gemacht, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert hätte. Wie der Branchendienst „Textilwirtschaft“ (TW) berichtete, macht Galeria Karstadt Kaufhof den Oberbürgermeistern von Städten mit Schließungsstandorten aber keine Hoffnung mehr, dass der Betrieb dort doch noch weitergehen könnte. Das habe die Unternehmensleitung in einem Brief dargelegt.

Stadt versuchte, Einfluss geltend zu machen

Als Kriterien, die für die Entscheidung für Schließung oder Fortführung wesentlich gewesen seien, werden laut TW in dem Schreiben „gegenwärtige und künftige soziodemografische Parameter des Standortes, die Standortverteilung in der Region, das wirtschaftliche Leistungsvermögen der Filiale, die Höhe von Mieten und weiteren Kosten sowie weitere Parameter des jeweiligen Mietvertrages“ genannt. Wie der Nordkurier aus Branchenkreisen erfuhr, soll der Hamburger Vermieter der Immobilie dem Konzern in den vergangenen Jahren bei der Höhe der Miete schon sehr entgegengekommen sein.

Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) hatte sich für den Erhalt der Kauhof-Filiale mit seiner Ankerfunktion für die Innenstadt stark gemacht und auch immer wieder betont, dass diese schwarze Zahlen schreibe. Ein Schreiben der Konzerngeschäftsführung ist bei ihn bislang nicht eingegangen. „Einen Brief zum Thema Kaufhof haben wir nicht vorliegen“, heiß es aus seinem Büro. „Zuletzt haben wir im Wirtschaftsministerium darauf gedrängt, dass der Minister noch einmal Einfluss geltend macht. Eine positive Rückmeldung haben wir leider nicht erhalten“, sagte ein Rathaussprecher.

Die Möglichkeiten der Stadt seien „wohl ausgeschöpft“. „Wir haben über Staatskanzlei, Wirtschaftsministerium und den Deutschen Städtetag Druck gemacht, mit dem Konzernbeauftragten selbst gesprochen, den Vermieter kontaktiert und Signale auch an die Gewerkschaft gesandt, um die Beschäftigten zu stärken.“ Von der Schließung der Kaufhof-Filiale in Neubrandenburg sind direkt 36 Mitarbeiter betroffen.

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Kommentare (12)

Im Gegenteil man knallte den Kaufhof ein Riesen Einkaufstempel vor der Nase. Nur das in diese Centee gar nicht wollen das die Kunden rausgehen zum flanieren. Jetzt macht der ehrwürdige Laden zu. Und ich prophezeie es es werden weitere Läden folgen. Apollo und Co. sind nicht attraktiv genug, gegenüber den Centern.

Na toll. Der Herr OB hätte auch sagen können, daß sein Auftritt in der Filiale und die Bekundung für den Erhalt der Arbeitsplätze beim Betreiber und Vermieter für die Katz waren.
Nein, man erstarkt hinter Beamten- und Verwaltungs-Deutsch und versteckt sich jetzt. Komisch und amüsant zugleich... Gelernt ist gelernt.

Was dachte er denn? Da nützen keine Regenbogenfahnen und gute Worte. Naja war aus seiner Sicht ein Versuch wert. Ein paar aufmunternde Worte hier und da und man ist im Gespräch.

So wird das Geld in der Stadt verschwendet. Völlig sinnlos und umsonst. Der OB war die größte Fehlendscheidung seit 1945. So hält man keine Leute in der Stadt und außer Migranten, die unsere Lage noch schlimmer machen, ist nichts geschehen. logisch, dass das Sterben jetzt beginnt, dass Kaufhaus ist erst der Anfang.

Was bitte hat die Brücke am Kulturpark(auch wenn sie nutzlos ist) mir der Schließung des Kaufhof zu tun. Ebensowenig haben Migranten keine Schuld und tragen dafür keine Verantwortung. Und das NB Einwohner verliert und keiner zu ziehen möchte ist wohl die größte Lüge. Das dem nicht so ist sieht man an den Bauboom in NB.

NB hatte mal fast 100000 EW. Würde man das Geld richtig einsetzen und vor allem was für deutsche Kinder und junge Leute tun, dann währe die Kaufkraft auch viel höher. Der Kaufhof müsste nicht zu machen. In dieser Stadt hält aber nicht mal mehr ein anständiger Zug, es braucht 4,5 Stunden um nach Schwerin zu kommen. Sie sind einfach nur ein linker Spinner, zum Glück ganz allein, ganz allein.

ist deutlich schneller und braucht ca. 2,5h. Wie Sie auf 4,5h kommen, erschließt sich mir nicht. Der Verlust an Einwohnern lässt sich sehr genau mit der Abwanderung und den geburtenschwachen Jahrgängen kurz nach der Wende erklären und ist ein Phänomen in vielen ostdeutschen Städten. Nicht zuletzt Dank der Zuwanderung steigt die Einwohnerzahl in Neubrandenburg wieder. Das sollte Sie freuen.

Der Verlust an Einwohnern ist der Abwanderung geschuldet. So sehe ich es auch. Es ist aber kein Phänomen wie Sie glauben, die Leute gehen da hin wo sie Arbeit finden und gut Leben können. Beides ist NB Dank Ihrer Führung nicht.
Ich würde mich auch über Zuwanderung freuen, nur muss diese der Stadt auch was bringen. Leute die 10 Kinder haben und diese nicht ernähren können braucht keiner. Es müssen schon Leute sein die auch für sich selbst sorgen können und unser Leben bereichern. Heute kommen Leute die für die Menschen eine Last sind und Ihr Leben deutlich verschlechtern.

Ja hatte mal vor 30 Jahren. Willkommen im Jetzt. Sehen sie sich mal die Deutschen Kinder an. Die die was können Ziehen weg. Und Kaufkraft hat was mit Einkommen zu tun und das ist nun mal hier auf dem Land etwas niedriger. Rechte Fantasien helfen da wenig.

Ja hatte mal vor 30 Jahren. Willkommen im Jetzt. Sehen sie sich mal die Deutschen Kinder an. Die die was können Ziehen weg. Und Kaufkraft hat was mit Einkommen zu tun und das ist nun mal hier auf dem Land etwas niedriger. Rechte Fantasien helfen da wenig.

Das sterben geht weiter siehe Rathauspassage, Leerstand wohin man sieht. Auch die Commerzbank geht demnächst noch raus.

Das Sterben wird weitergehen. Das liegt aber auch das jede Stadt in Deutschland gleich aussieht. Überall sind die gleichen Ketten drin. Natürlich könnte die Stadt mit der neuwoges durch günstige Mieten gegensteuern. Aber damit legt man sich ja mit den Konzernen an. Warum soll ich bei New Yorker einkaufen wenn ich es online genauso machen kann. Ohne Stress und nerviges anstehen.