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Keine Chance gegen Verkehrslärm?

Der Verkehrslärm lässt die Altentreptower nicht zur Ruhe kommen.
Der Verkehrslärm lässt die Altentreptower nicht zur Ruhe kommen.
Gesine Prägert

Bernd Gatomski und viele weitere Anwohner der Altentreptower Karl-Liebknecht-, Post- und Feldstraße wünschen sich eine einheitliche Geschwindigkeit, um mehr Ruhe zu haben. Aber die Verkehrsbehörde macht ihnen wenig Hoffnung.

Bernd Gatomski wird nicht müde. Nicht müde, wenn es um die Lärmbelästigung in der Altentreptower Karl-Liebknecht-, Post- und Feld­straße geht. Rollgeräusche durch ab­stoppende und anfahrende Fahrzeuge würden Lärm verursachen, der mit mehr als 70 Dezibel über das gesunde Maß hinaus gehe – was auch fachlich bestätigt wurde.

Seit Monaten führt Gatomski einen Kampf um Linderung. Den Grund für den erhöhten Geräusch­pegel sieht er nämlich darin, dass an der besagten Strecke zwei Schulen mit Tempolimit 30 liegen, außerdem zwei Ampeln, und sonst die ortszulässige Geschwindigkeit von 50 km/h gelte. Sein erster Antrag kam nicht durch, „weil man davon ausgegangen war, dass ich durchgängig Tempolimit 30 beantrage“, erinnert sich Bernd Gatomski. Das sei aber ein Trugschluss . Ihm gehe es vielmehr um eine einheitliche Geschwindigkeit, egal ob 30km/h oder 50 km/h. Nach einer zweiten Anfrage an die Verkehrsbehörde jedoch ist das Ergebnis im Kern unverändert, sagt Haidrun Pergande, Pressesprecherin des Landkreises: Durchgehend 50 km/h sei nicht möglich, weil an der Strecke zwei Schulen liegen; durchgehend 30 km/h "sei aus Sicht der Verkehrsbehörde jedoch weder recht- noch zweckmäßig“.

Aber warum?, fragt sich Bernd Gatomski und gibt nicht auf. Denn ihm fehle bisher eine fundierte Begründung. Er hat erneut einen Antrag gestellt.